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Statistik

11.12.2019

Die kleine Melba ist da: Augsburg knackt die 300.000-Einwohner-Marke

Die Stadt begrüßt ihren 300.000. Einwohner: Vater Jan Kiesewetter, Mutter Amelie Düffert mit Melba, OB Kurt Gribl mit Frau Sigrid. (von links)
Bild: Stadt Augsburg

Am 1. Dezember wurde die Marke überschritten. Was das Bevölkerungswachstum für die Stadt bedeutet und wie sie sich in den kommenden Jahren entwickelt.

Augsburg hat seit wenigen Tagen 300.000. Einwohner: Am 1. Dezember wurde laut dem städtischen Statistikamt die für dieses Jahr prognostizierte 300.000-Einwohner-Marke überschritten. „Unabhängig davon, dass sich an der Marke von 300.000 nichts für die Stadt ändert, ist mir grundsätzlich wichtig, dass Augsburg organisch wächst. Das heißt, dass mit der Bevölkerungszahl auch die Infrastruktur weiterentwickelt wird“, so Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU).

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Augsburg hat 300.000 Einwohner - wie sich das Wachstum auf die Stadt auswirkt

Wenn die Bevölkerungszahl steige, mache das mehr Wohnungen und Kita-Plätze nötig. Auch der Verkehr nehme zu und müsse durch einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs aufgefangen werden. „Die Anforderungen an die Daseinsvorsorge in einer Stadt nehmen in jedem Fall zu und müssen auch bewältigt werden“, so Gribl.

Nach Erhebungen des Statistik-amtes ist die kleine Melba Düffert aus Oberhausen, die am 1. Dezember im Josefinum geboren wurde, der 300.000. Bürger. Gribl gratulierte den Eltern des Sonntagskinds, Amelie Düffert und Jan Kiesewetter, und überbrachte im Namen der Stadt ein kleines Willkommenspaket mit Baby-Ausstattung und Urkunde.

Die kleine Melba ist da: Augsburg knackt die 300.000-Einwohner-Marke

Die Augsburger Bevölkerung hat sich seit dem Jahr 1910 verdreifacht. Ende des Jahres 1910 wurde die 100.000-Einwohner-Marke erreicht. Weil Augsburg somit zur Großstadt wurde und Sinnbild der Großstadt damals Warenhäuser waren, lobte die Stadt einen Schaufensterwettbewerb aus. Durch Geburten, Zuwanderung und Eingemeindungen stieg die Einwohnerzahl bis zum Jahr 1954 auf 200000. In den vergangenen 65 Jahren gab es dann abermals ein Wachstum um 100.000 Bewohner, auch befördert durch die Eingemeindungen in den 1970er Jahren.

So hat sich die Einwohnerzahl Augsburgs zuletzt verändert

Besonders in den vergangenen Jahren gab es bei der Einwohnerzahl eine starke Aufwärtsbewegung. Es gab steigende Geburtenzahlen, vor allem sorgte aber Zuwanderung (aus Deutschland und dem Ausland) für das Wachstum. Speziell zwischen den Jahren 2012 und 2016 wuchs Augsburg um jährlich bis zu 5000 Einwohner. Eine Rolle spielte dabei die Freizügigkeit für Arbeitnehmer in der EU. Speziell aus Ost-/Südosteuropa kamen in den vergangenen Jahren viele Neu-Augsburger, die in der konjunkturellen Hochphase auch gut auf dem Arbeitsmarkt unterkamen. Stärkste Gruppe waren Rumänen.

In den vergangenen zwei Jahren ging das Wachstum stark zurück, was auch daran liegen dürfte, dass die Wohnungen knapp geworden sind. Die Frage, wie viele Wohnungen in Zukunft entstehen, wird für die künftige Einwohnerentwicklung mit entscheidend sein. Die Statistiker gehen anhand der absehbaren Entwicklung neuer Baugebiete bis zum Jahr 2024 von 310.000 Bewohnern aus. Im Jahr 2038 sollen es 325.000 Einwohner sein. Das bedeutet, dass Augsburg pro Jahr um etwa 2000 Menschen wachsen wird.

In den nächsten 19 Jahren wird der Zuwachs in Haunstetten (Südwest), Göggingen-Ost (südlich der Friedrich-Ebert-Straße), Oberhausen (Cema- und Zeuna-Areal), Kriegshaber (Reese-Areal), Textilviertel, Stadtjägerviertel (Areal Holzbachstraße), Antonsviertel (Servatiusstift) und Hammerschmiede (die Erweiterung an der Hans-Böckler-Straße) erwartet.

Bei der Zahl der 300.000 Augsburger sind auch Bürger berücksichtigt, die hier ihren Zweitwohnsitz haben, etwa Studenten, die nur während der Vorlesungszeit hier leben. Der Freistaat legt bei seinen Einwohnerzahlen eine andere Definition zugrunde, sodass die staatlichen Zahlen für Augsburg etwas geringer sind.

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