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Draufhaun geht immer

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Draufhaun geht immer

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    Monika Gruber
    Monika Gruber Foto: Foto: Hochgemuth

    Draufhaun funktioniert immer. Und so watscht Monika Gruber in zweieinhalb Stunden alles ab, was nervt: Radiomoderatoren, Rentner mit Laubbläsern, Ex-Liebhaber und Männer, die Herbert heißen. Doch das Komischste an ihrem Rundumschlag mit oft arg bayerisch-derbem Humor: Das Publikum amüsiert sich quer durch die Generationen in der Neusäßer Stadthalle, die mit gut 600 Plätzen erstaunlich klein für einen Auftritt der „Gruaberin“ ist.

    Panorama des absurden Alltags

    „Ausverkauft“ ist kein erwähnenswertes Attribut der Erdinger Kabarettistin: In Neusäß dauerte es gerade einmal 50 Minuten, dann waren die Karten weg. Schon zum fünften Mal gastiert Gruber hier, diesmal mit dem neuen Programm „Wenn ned jetzt, wann dann!“, einem Panorama des absurden Alltags, an dessen oft allzu wahren Irrsinn sich die aufmüpfige Künstlerin weidet. Dass sie energiegeladen und vielseitig ist, beweist sie an diesem Abend mehr als bei so manchem Fernsehauftritt. Die gelernte Schauspielerin wechselt zwischen unendlich vielen Rollen und Charakteren, die als roter Faden immer wieder aufgenommen werden oder, wie Herr „Dödelmann“ aus dem Landratsamt, schnell von herabfallenden Ziegeln abserviert werden.

    Denn „Tittenkofens Queen of Style“ hat gebaut, weil sonst, wie die Mama sagt, „das Geld varreggt“, also verloren geht. Und: Wer baut, kann viel erzählen. In rasantem Tempo reiht die Singlefrau Beobachtungen zu Liebe, Hausbau und Männern. War der klassische Maurer noch ein Muskel mit Latzhosen („die Chippendales mit einem anständigen Beruf“), der dampfend, aber ohne Plan losgemauert hat, gibt es jetzt auf der Baustelle Bionade statt Bier und Softgespülte statt Kerle. Da kommt Sehnsucht nach „dem alten Höhlenmann“ auf.

    Doch in den Späßen Grubers verbirgt sich auch Philosophisches à la „Wir sind alle auf der Welt, um unvernünftig zu sein“. Oder die Erkenntnis: „Mit bayerischem Essen weltweit gäb’s keine Kriege mehr, denn der Terrorist tät nie pünktlich zum Flieger kommen.“

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