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Ein Signal der Politik an die Wirtschaft

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Kommentar Von Michael Hörmann
14.05.2019

Freistaat und Industrie starten ein Forschungsprogramm von 40 Millionen Euro. Was davon zu halten ist.

Wie viele Arbeitsplätze können mit 40 Millionen Euro erhalten und gesichert werden? Es ist eine Frage, die sich stellt, wenn man hört, dass der Freistaat gemeinsam mit Unternehmen ein Forschungsprogramm von 40 Millionen Euro für die Region Augsburg aufgelegt hat. Eine Antwort wird es nicht geben. Zum einen spielt allein der Zeitfaktor in der Bewertung eine Rolle. Das Programm ist auf fünf Jahre konzipiert. Zum anderen lassen sich Forschungsprojekte nun einmal nicht finanziell für ein Unternehmen einordnen. Anders sähe es aus, gäbe es einen 40-Millionen-Euro-Auftrag für ein bestimmtes Produkt. In diesem Fall könnte ein Unternehmen eher einschätzen, wie viele Jobs damit auf absehbare Zeit gesichert sind.

Das am Montag angekündigte Forschungsprogramm ist für die Region dennoch ein wichtiger Impuls. Es zeigt, dass die Politik die wirtschaftlichen Sorgen in den großen heimischen Betrieben ernst nimmt. Sehr schnell gab es ein Signal an die Region: Der Freistaat steht im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten bereit, Unterstützung zu leisten.

Es liegt nun wiederum an den Firmen selbst, diese zugesagten Gelder abzurufen. Die Entwicklung innovativer Projekte kann nicht von der Politik verordnet werden. Sie muss aus den Labors und Forschungsstätten kommen. Mit dem Programm ist dazu ein wichtiger Schritt gemacht. Diese Kooperation von Politik und Industrie mag auch als Hoffnungsschimmer für die Beschäftigten in den heimischen Großbetrieben verstanden werden.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Staatsregierung pumpt 40 Millionen in die Region Augsburg

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