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Utopia Toolbox

22.10.2013

Ein Werkzeugkasten für Kreativität

Das Buchprojekt der Künstlerin Juliane Stiegele

„Die schlimmste Energiekrise, die wir momentan haben, ist die mangelnde Kreativität“, sagt die Augsburger Künstlerin Juliane Stiegele. Ein Resümee, das sie aus ihren Erfahrungen als Künstlerin und Lehrtätige zieht. Selbst dort, wo Kreativität gelehrt wird, werde sie eher klein gehalten, meint Stiegele. Ein Resümee, das letztendlich zur Veröffentlichung der „Utopia Toolbox“ führte.

Texte, Interviews und Bildmaterial

Die „Toolbox“, die jetzt in der wundervollen Halle des ehemaligen Strassenbahndepots am Senkelbach vorgestellt wurde, ist ein voluminöses Werk. Ein Buch, das auf über 450 Seiten eine üppige Sammlung von Texten, Interviews und Bildmaterial enthält. So unterschiedlich die einzelnen Beiträge sind, haben sie doch ein einziges gemeinsames Ziel: das Wecken und Fördern von Kreativität.

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Vier Jahre hat die Arbeit an dem inhaltsschweren Werkzeugkasten für Utopien in Anspruch genommen. Vier Jahre, in deren Juliane Stiegele Interviews führte, Texte verfasste oder verfassen ließ. Sind die meisten Texte auch direkt für das Buch entstanden, finden sich neben ihnen auch Zitate, sogenannte „Spreng-Sätze“, von einer illustren Riege Verstorbener, unter ihnen John Cage, Buckminster Fuller, Joseph Beuys, Albert Schweitzer, Rudolf Steiner oder Rainer Maria Rilke. Unzählig sind die Beiträge, deren Zusammenstellung in Stiegeles Verantwortung lag.

Doch sind es keinesfalls trockene Bleiwüsten, die den Leser der „Utopia Toolbox“ erwarten. Im Gegenteil: Wo mancher Text mehrere Seiten füllt – wenngleich vom anregend-unregelmäßige Layout eine nachdrückliche Einladung zum Schmökern ergeht –, findet sich auf anderen Seiten nur ein Satz oder gar nur orangefarbene Leere. Eine angenehme, durchwegs ansprechende Art, wissenschaftliche Texte zu präsentieren. Konsequent auch der aus unbehandelter Pappe bestehende Einband, auf dem der Leser, so der Gedanke, die eigenen „Fingerabdrücke“ hinterlassen und somit sein eigenes unikates Exemplar prägen wird.

Eine weitere Folge ist bereits im Entstehen

Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Bildung, Gesellschaft, Kunst und Spiritualität finden Berücksichtigung in der „Utopia Toolbox“, die bereits weite Kreise zieht. So wird die „Toolbox.1“ aufgrund des Interesses aus Übersee ins Englische übersetzt werden, während die im Entstehen befindliche „Utopia Toolbox.2“ dank ihres Vorgängers von einem achtköpfigen Kollektiv (anstelle des einen „Schöpfers“) betreut wird. Und der „Utopia Toolbox“-Container, der seinen Besuchern in den ersten zwei Augustwochen dieses Jahres auf dem Augsburger Rathausplatz die Frage gestellt hat: „Was willst du wirklich?“, wird sich auf die Reise nach Helsinki und Detroit begeben.

Bestellung Die „Utopia Toolbox“ kann angefordert werden über die eigene Homepage (utopiatoolbox.org/utb/de). Dort finden sich auch viele weitere Informationen.

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