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Augsburg

20.01.2021

Fahrgastverband fordert trotz Lockdown dichteren Takt im Augsburger Nahverkehr

Die Straßenbahnen fahren aktuell im Zehn-Minuten-Takt. Pro Bahn ist das zu wenig.
Foto: Silvio Wyszengrad (Archivbild)

Plus Der Verband "Pro Bahn" fordert in Augsburg eine Rückkehr zum 7,5-Minuten-Takt. Corona-Maßnahmen seien nötig, aber nicht einseitig zulasten der Nutzer des Nahverkehrs.

Der Fahrgastverband "Pro Bahn" fordert im Augsburger Nahverkehr die Rückkehr zum 7,5-Minuten-Takt im Berufsverkehr. Mit dem Start des "harten" Winterlockdowns waren die Stadtwerke auf den Zehn-Minuten-Takt bei der Straßenbahn umgestiegen, weil aktuell wieder weitaus weniger Fahrgäste unterwegs sind. Laut Stadtwerken sind die Fahrzeuge aktuell auch im Berufsverkehr nur schwach besetzt.

 

Bei "Pro Bahn" fürchtet man indes, dass der Nahverkehr im Zuge der Corona-Bekämpfung stärker ins Visier gerät. "Es müssen nach wie vor viele Augsburger und Einpendler aus dem Umland zu ihrem Arbeitsplatz", so Errol Yazgac, der Sprecher des Fahrgastverbandes in Schwaben. Die angeblichen Überlegungen der Politik, den Nahverkehr aus Gründen des Infektionsschutzes ganz einzustellen, seien ein "Schildbürgerstreich".

Nahverkehr in Augsburg: Beim Umsteigen passt der Takt oft nicht

Pro Bahn sieht zum einen das Potenzial für Homeoffice noch nicht ausgeschöpft. Damit ließe sich die Zahl der Pendler verringern und das Fahrgastaufkommen entzerren. Die sei ein wirkungsvoller Ansatz. Wo dies nicht möglich sei, sei eine Taktverdichtung die beste Möglichkeit, um für mehr Abstand unter Berufspendlern zu sorgen. Darüber hinaus gebe es auch einzelne Linien, die auch zu anderen Zeiten stark nachgefragt waren. "Bei der Buslinie 30 habe ich am Montag an der Haltestelle Berliner Allee auch tagsüber große Gruppen von Umsteigern beobachtet", so Michael Leimböck, der beim Fahrgastverband den Augsburger Stadtverkehr betreut. Auch hier müsse unbedingt nachgesteuert werden. Ein Rückkehr zum 7,5-Minuten-Takt verbessere auch die Vertaktung beim Umsteigen zwischen Stadt- und Regionalverkehr.

 

In jedem Fall dürften die Fahrgäste nicht einseitig belastet werden, wie zuletzt bei der FFP2-Maskenpflicht geschehen. Maßnahmen zum Infektionsschutz seien auch im Hinblick auf die Mutationen nötig, so Jörg Lange. Allerdings wundere man sich, wenn Fahrgäste eine Maske tragen müssen, gleichzeitig Fahrten im Auto mit Personen aus zwei Haushalten ohne Maske möglich seien oder gar Mitarbeiter vom Arbeitgeber im Kleinbus ohne Maske zur Arbeitsstätte gefahren werden. Dies sei nicht konsequent.

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Die Diskussion ist geschlossen.

20.01.2021

Eher wäre noch ein ganztägiger 15- Minutentakt angesagt. Derzeit sind die 40 Meter lange Straßenbahnen mehr ein Fluch als ein Segen. Alle tun so als wäre es selbstverständlich, in der Corona- Krise sich über beide Ohren zu verschulden.

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20.01.2021

>> In jedem Fall dürften die Fahrgäste nicht einseitig belastet werden, wie zuletzt bei der FFP2-Maskenpflicht geschehen. <<

Statt mit naiven Forderungen gegen angebliche Belastungen durch schützende Masken, sollte sich ProBahn eher für Teilzeit- und mobileOffice Abonnements im AVV positionieren.

Im Grunde ist es aber auch egal - der Augsburger ÖPNV steht als Verlierer der toxischen Verbindung von Tarifreform, Pandemie und einseitigen Kürzungen beim schienengebundenen Verkehr bereits fest.

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