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Haftbefehl gegen Gebliebte aufgehoben

Augsburg

Haftbefehl gegen Gebliebte aufgehoben

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    Im Fall des Augsburger Polizistenmordes ist in dieser Woche ein Haftbefehl aufgehoben worden. Die langjährige Geliebte des mordverdächtigen Raimund M. (58) stehe derzeit nicht mehr unter dringendem Tatverdacht, bestätigte der leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz unserer Zeitung. Die Ermittler waren davon ausgegangen, dass die Frau über Raubpläne der Hauptverdächtigen Raimund M. und Rudi R. (56) informiert war und die Brüder unterstützt hatte. Deshalb war die Frau Anfang Januar verhaftet worden. Nach einer Nacht in der Zelle wurde sie gegen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Nun wurde der Haftbefehl ganz aufgehoben. Ihr Anwalt Johannes Siegmund hatte das ebenfalls beantragt.

    Weshalb die Ermittler keinen dringenden Tatverdacht mehr sehen, wurde zunächst nicht bekannt. Es bedeutet auch nicht, dass die Frau, die mit dem verheirateten Raimund M. seit sieben Jahren ein Verhältnis hatte, jetzt nicht mehr im Visier der Ermittler ist. M. hatte die Frau im Friedberger Tennisclub kennengelernt, wo er als hauptamtlicher Platzwart tätig war. Die Frau arbeitete in der Vereinsgaststätte als Bedienung. „Natürlich wird im Gesamtkomplex weiterermittelt“, sagt Nemetz. Die Polizei hatte am Tatort einen Handschuh gefunden, auf dem sich Erbgut der Frau befindet. M. soll den Handschuh von ihr in der Tatnacht benutzt haben.

    Nach wie vor in Untersuchungshaft sitzen die Brüder R. und M., die nach Ansicht der Ermittler Ende Oktober auf einem Motorrad vor einer Polizeistreife flüchteten und das Feuer auf die Beamten eröffneten. Der Polizist Mathias Vieth (41) starb im Kugelhagel. Ebenfalls inhaftiert ist die 31-jährige Tochter von M. – bei ihr zu Hause im Keller waren Waffen deponiert, außerdem hatte sie in ihrer Wohnung mehr als 30000 Euro Bargeld versteckt. (jöh)

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