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21.07.2010

Heimatpfleger muss um Posten bangen

Heimatpfleger muss um Posten bangen

Um den Stadt-Heimatpfleger Eberhard Hilbich ist es zuletzt ruhig gewesen. Zu ruhig. Nun bricht der ganze Ärger auf einmal los. Nach Informationen der AZ häuft sich die Kritik an Hilbich, dem vorgeworfen wird, sich von der Bauverwaltung zu stark einengen zu lassen.

Die SPD will einen Gegenkandidaten aufstellen. Der Architekt Walter Bachhuber soll für mehr Profil in der Heimatpflege sorgen, heißt es. Hilbichs Amtszeit dauert bis Jahresende.

Schmusekurs kritisiert

Seit 2001 ist Hilbich (71) Stadtheimatpfleger. Doch dem CSU-Mann wurde zuletzt ein zu großer Schmusekurs mit der Bauverwaltung vorgeworfen. Er habe die Gestaltungsmöglichkeiten nicht genutzt und habe kaum ein erkennbares Konzept gehabt, heißt es aus Stadtratskreisen. In der Diskussion um den Fünffingerlesturm habe Hilbich nicht gepunktet. Er habe auch keinen Draht zu den Architekten. Die SPD vermisst einen unabhängigen unparteiischen Streiter.

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Auch der Vorsitzende des Architekturforums, Michael Adamczyk, begrüßt einen "Generationswechsel" und findet das Verhältnis zwischen Bauverwaltung und Heimatpfleger zu "harmonisch". Dass es überhaupt zur Planung eines Gegenkandidaten kam, war der Tatsache geschuldet, dass sich CSU und SPD mehrfach nicht öffentlich in Ausschusssitzungen in Sachen Heimatpfleger beharkten. "Wir stehen voll hinter Hilbich. Er soll für die nächsten fünf Jahre weitermachen" - das ist die Devise des CSU-Fraktionschefs Bernd Kränzle. Der von der SPD initiierte Kompromiss von einer halbierten Amtszeit bekam keine Chance. Nun will die SPD einen Gegenkandidaten präsentieren, was Fraktionschef Stefan Kiefer bestätigte. Und was sagt Hilbich: "Ich klammere mich nicht an dem Job, der viel Arbeit kostet." Man müsse "nur einen Ton sagen", dann trete er nicht mehr an. Sicher sei, eine halbe Amtszeit sei mit ihm nicht zu machen. Mit ihm sei im Übrigen noch gar nicht gesprochen worden.

Für das Ehrenamt erhält er rund 500 Euro im Monat als Aufwandsentschädigung.

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