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Augsburg

14.07.2017

Jetzt ist Augsburgs Kasperl-Ampel in Betrieb

Die Kasperl-Ampel in Augsburg ist in Betrieb.
Bild: Silvio Wyszengrad

Augsburg hat jetzt eine einmalige Ampel: Der Kasperl, die bekannte Marionette der Puppenkiste, ist nun Ampelmännchen in der Spitalgasse. Aber nur in grün.

Das Kasperl kommt am Freitag ganz schön aus der Puste. Immer wieder geht er eingangs der Spitalgasse über die Ampel. Zahlreiche Fotografen lichten ihn dabei ab. Kameraleute filmen die Szene, wie Klaus Marschall, Theaterleiter der Puppenkiste, die Marionette über die Straße bewegt. „Des isch pfundig“, ruft der Kasperl begeistert in Richtung von zahlreichen Kindern aus dem nahegelegenen Kindergarten St. Ulrich und Afra, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. „Jetzt dürft ihr nur noch über die Ampel gehen, wenn ich das sage“, freut sich der Kasperl.

Für ihn ist es ein besonderer Tag: Die Stadt Augsburg hat die neue Ampelschaltung in Betrieb genommen. Ab sofort zeigen die beiden Fußgängerampeln an der Kreuzung Milchberg/Spitalgasse den Kasperl als grünes Ampelmännchen. Acht Monate hat sich Tiefbauamtsleiter Josef Weber von der Idee bis zur Realisierung mit der besonderen Ampel beschäftigt. Der regionale Fernseh-Sender a.tv hatte die Idee ins Spiel gebracht, nachdem in Mainz eine Ampel mit einem Mainzelmännchen in Betrieb gehen durfte.

Mainz hat die Mainzelmännchen

Grundsätzlich ist in Deutschland nur die Verwendung des westdeutschen Ampelmännchens und seit 2015 auch das Ost-Ampelmännchen erlaubt. In verschiedenen Städten gibt es individuelle Ampellichter. Während in Berlin der Ost-Ampelmann mit seiner einzigartigen Kopfbedeckung und seit 2004 auch eine Ampelfrau die Fußgänger zum Gehen oder Stehenbleiben auffordert, gibt es in Mainz ein grünes und rotes Mainzelmännchen. Bamberg bemüht sich um eine Sams-Ampel.

Augsburger „Kasperl-Ampel“ geht in Betrieb
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Augsburg hat jetzt eine Kasperl-Ampel
Bild: Silvio Wyszengrad

„Aber es ist gar nicht so einfach, eine Sondergenehmigung zu bekommen“, weiß jetzt auch Tiefbauamtsleiter Weber. Die Regierung von Schwaben erteilte schließlich der Stadt Augsburg die dafür erforderliche Ausnahmegenehmigung. „Dennoch hätten wir aber die Haftung übernehmen müssen“, sagt er. Falls ein Fußgänger das Rotlicht nicht als solches erkannt hätte und am Ende beim Überqueren der Straße verletzt worden wäre, hätte die Stadt die Verantwortung übernehmen müssen. „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, das allgemeingültige Rotlicht beizubehalten“, sagt Weber.

Der Kasperl ruft "Hurra!"

Dem Kasperl und den Kindern ist es egal. Sie rufen gemeinsam laut „Hurra“ als das neue Ampellicht erstrahlt. Zuvor hatten zwei Techniker der Stadt die Ampel ausgeschaltet und die Schablonen am grünen Ampellicht ausgetauscht. Der Grafiker der Augsburger Puppenkiste hatte den laufenden Kasperl entworfen. Aufgrund dieser Vorlage fertigte Armin Göppel in seinem Metallbaubetrieb in Großaitingen die beiden Schablonen. Sie sind einen Millimeter dünn und aus Edelstahl, der schwarz lackiert wurde. Die Stadt kostet das besondere Ampellicht rund 1000 Euro.

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Hexe, Kasperl oder Nilpferd: Ungewöhnliche Ampelmännchen
Bild: Candy Welz / Arifoto Ug/dpa-Zentralbild/dpa

Über diese neue Attraktion nahe der Puppenkiste ist vor allem auch Klaus Marschall war sehr glücklich. „Das ist etwas ganz Besonderes“, sagt er. Der Kasperl ist davon überzeugt, dass das erst der Anfang war. Er könnte sich vorstellen, dass dem Perlachturm eine grüne Zipfelmütze aufgesetzt wird. „Sie soll dann genauso aussehen, wie meine“, sagt er.

Lesen Sie dazu auch: So entsteht Augsburgs Kasperl-Ampel

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Die Diskussion ist geschlossen.

14.07.2017

Eigentlich fass ich es nicht - so ein Schmarrn.

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14.07.2017

Wenn die Stadt Augsburg auf Grund von Bürgeranfragen im Bezug auf die Ereignisse in Stuttgart mit der Ablehnung einer " Äffle und Pferdle " Ampel und mit dem Auftreten eines gewissen Herrn Wöfle dessen Gründe und Argumente zur Ablehnung die teilweise wirklich haarsträubend waren, dann hätte die Stadt Augsburg auf die nun " halbe Kasperl Ampel " auch verzichten können !iner " Äffle und Pferdle " Ampel und mit dem Auftreten eines gewissen Herrn Wöfle der Gründe und Argumente zur Ablehnung hervorbrachte die teilweise wirklich haarsträubend waren, dann hätte die Stadt Augsburg auf die nun " halbe Kasperl Ampel " auch verzichten können !

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