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Kommentar: Die Stadt lässt sich die Feste viel Geld kosten

Kommentar

Die Stadt lässt sich die Feste viel Geld kosten

Michael Hörmann
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    Mit Menschenmassen wie im Vorjahr ist auch bei den Augsburger Sommernächten 2019 zu rechnen. Am Montag beginnen die Aufbauarbeiten.
    Mit Menschenmassen wie im Vorjahr ist auch bei den Augsburger Sommernächten 2019 zu rechnen. Am Montag beginnen die Aufbauarbeiten. Foto: Peter Fastl

    Augsburg ist im Feierrhythmus. Das dreitägige Jugendfestival Modular ist am Samstag zu Ende gegangen. Am Donnerstag beginnen die Sommernächte. Es sind zwei Veranstaltungen mit höchst unterschiedlichem Konzept. Modular richtet sich speziell an die Jugend, die für den Besuch Eintritt bezahlt. Das Stadtfest spricht alle Bevölkerungsschichten an. Der Besuch ist kostenlos. Die Dimension beider Veranstaltungen lässt sich daran ablesen, mit welchem Etat gerechnet wird. Bei Modular ist es eine Million Euro. Die Organisation der Sommernächte kostet den Veranstalter mehr als eine halbe Million Euro. Mit 520000 Euro wird kalkuliert. Sponsoren decken einen Teil der Kosten ab.

    Sommernächte als Türöffner

    Von der Stadt Augsburg kommt sehr viel Geld für Modular und die Sommernächte . Es sind jeweils 100000 Euro als Zuschuss. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Leistung. Die Unterstützung von Festen ist keine Pflichtaufgabe einer Kommune. Begründet wird der Zuschuss damit, dass bei Modular die Jugendkultur in der Stadt gefördert wird. Beim Stadtfest sieht der Stadtrat den Zuschuss als Investition an, die dazu beitragen soll, die Attraktivität Augsburgs zu erhöhen. Vor allem auswärtige Besucher sollen auf die Vorzüge der Großstadt hingewiesen werden. Die Sommernächte dienen quasi als Türöffner. Ob diese Rechnung aufgeht, ist schwer messbar. Andererseits empfinden viele Augsburger die Sommernächte als Belebung in einer Stadt, in der sie gerne leben. Auch dies zählt in der Bewertung.

    Das Geld der Stadt ist für Modular und Sommernächte gut angelegt. Die Zuschüsse wecken allerdings Begehrlichkeiten bei anderen Veranstaltern. Beim „Sommer am Kiez“ in Oberhausen hat die Stadt bereits reagiert, hier fließen dieses Jahr erstmals 20000 Euro. Die Anhänger der historischen Feste in Augsburg, deren Zukunft in der Schwebe steht, verfolgen die Entwicklung genau. Es ist absehbar, dass von ihrer Seite ebenfalls eine städtische Förderung erwartet wird. Kann die Stadt dazu Nein sagen? Wohl kaum.

    Lesen Sie hier den dazugehörigen Artikel: Die Sommernächte werfen ihre Schatten voraus

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