Die Corona-Pandemie schränkt unser Leben nach wie vor ein. Viele Veranstaltungen sind in diesem Jahr ausgefallen. In Augsburg zeigt sich andererseits, dass mit einem funktionierenden Hygeniekonzept auch größere Veranstaltungen zu stemmen sind. Der Ersatz-Plärrer, der anfangs gegen Bedenken zu kämpfen hatte, ist bislang zu keinem Zeitpunkt eine Gefahrenquelle gewesen.
Die höchste Ansteckungsgefahr besteht derzeit bei großen privaten Feiern in geschlossenen Räumen. Deshalb spricht auch nichts gegen die Austragung der Dult. Die verkürzte Dauer ist sicherlich ein Einschnitt, der die Händler hart trifft. Dennoch besteht für sie nun Anfang Oktober endlich mal wieder die Möglichkeit, ihren Geschäften nachzugehen. Corona hat die Markthändler wie viele andere Branchen hart getroffen.
Dult in Augsburg: Sonntagsbummel fällt dieses Mal aus
Wer die Entwicklung der Dult in den zurückliegenden Jahren verfolgt hat, weiß, dass unter der Woche die Geschäfte eher schleppend verliefen. Der Sonntagsbummel über die Dult fällt dieses Mal flach. Besucher, die das Flair dieses ungewöhnlichen Einkaufserlebnisses schätzen, müssen also flexibel sein. Ein Abstecher an einem Werktag wäre jedenfalls ein großes Bekenntnis zum ältesten Jahrmarkt der Stadt, dessen Ursprünge bis ins Jahr 967 zurückgehen. Als "Führnehmer Markt" war der Jahrmarkt erstmals erwähnt worden. Seit dem Jahr 1883 findet die Dult in der Jakobervorstadt statt. Das Corona-Jahr 2020 wird später in den Geschichtsbüchern sicherlich ebenfalls erwähnt.
Lesen Sie dazu auch den Bericht: Die Herbstdult in Augsburg findet unter besonderen Bedingungen statt
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