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Kommentar: Für Arten- und Strukturvielfalt

Kommentar

Für Arten- und Strukturvielfalt

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    Endlich Frühling: Eine Biene hat sich an einem blühenden Strauch auf der Streuobstwiese in der Firnhaberau an die Arbeit gemacht.
    Endlich Frühling: Eine Biene hat sich an einem blühenden Strauch auf der Streuobstwiese in der Firnhaberau an die Arbeit gemacht. Foto: Michael Eichhammer

    Finger weg von den Geräten. Der Rasenmäher bleibt in der Garage, die Brennnessel im hinteren Eck des Gartens darf weiter Wurzeln schlagen. Angeblich soll die Pflanze gut für die Vermehrung von Zitronenfaltern sein. Und tatsächlich: Seit die Brennnessel weiterlebt, flattern nicht nur Kohlweißlinge, sondern auch drei leuchtend gelbe Schmetterlinge über das Grundstück. Denn: Struktur-Vielfalt heißt Artenvielfalt.

    Der moderne Gartenfreund rupft also nicht gleich alles aus der Erde, was sein Verständnis von gepflegtem Garten stört. So darf der Rasen auch mal höher wachsen als auf dem Golfplatz, Totholz bleibt liegen und der Mensch freut sich, wenn sich ein Igel darunter versteckt. Statt Unkraut mit der Giftkeule zu bekämpfen, wissen Hobby-Gärtner wieder um den Wert von Biotopen. Die Patenschaften für ein paar Quadratmeter Blühwiese werden heute geschätzt und dürften noch mehr Blüten treiben.

    Lesen Sie dazu den Artikel: So kann Augsburg eine blühende Stadt werden

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