Vor zwei Jahren schäumten Stadträte quer durch die Parteien wegen mehrerer krasser Fälle von Baumfrevel. Sie forderten Umweltreferent Erben ultimativ auf, den Baumschutz in Augsburg zu verbessern. Die Grünen versuchten sich damals an die Spitze der Bewegung zu setzen. Sie beantragten einen „Schwarze Liste“ für Baufirmen, denen schwere Verstöße nachgewiesen werden. Und was ist heute das Ergebnis? Der Umweltreferent präsentiert eine teilweise verschärfte Baumschutzverordnung. Gut gemeint.
Kinderkaufladen gegen Amazon
Aber von der Wirkung ist sie in etwa so, wie wenn man mit einem Kinderkaufladen gegen den Online-Händler Amazon antreten will. Und was machen die Grünen? Sie feiern den Entwurf, der noch nicht einmal verabschiedet ist, als großen Erfolg. Gleichzeitig lassen sie ihren eigenen Vorstoß mit der „Schwarzen Liste“ in der Versenkung verschwinden, ohne durchgreifende Alternativen anzumahnen – beispielsweise einen sofortigen Baustopp bei Baumfrevel. So etwas nennt man Baumschutz „light“.
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