Alles, was Andreas Brems Leben nachhaltig beeinflusst hat, ist in Haunstetten passiert. Sieht man einmal davon ab, dass er im Gögginger Wöchnerinnenheim zur Welt kam. Mit 14 Jahren ging er von der Eichendorffschule ab und auf den Hof des Vaters. Kindheit und Jugend mögen ein wenig kurz gekommen sein bei der schweren Arbeit. Aber schon mit 20 Jahren war er stolz auf die familiäre Tradition und den Hof, der im 20. Jahrhundert nicht mehr im Zentrum, sondern eher am Rande Haunstettens liegt. Seine Hochzeit mit der Inningerin Anneliese fand im Gasthaus Settele statt, gefeiert wurde im 1715 erbauten Anwesen der Familie. Alle seine drei Kinder erblickten im Haunstetter Krankenhaus das Licht der Welt.
Dass ein Haunstetter sein Haun-stetten lieben und dennoch ein Weltbürger sein kann - Andreas Brem ist der Beweis dafür. 37 Länder, auch exotische, hat er bereist. Amerika kam erst dazu, "als der Bush abgewählt und Obama im Amt war". Nach Tansania muss er ohnehin immer mal wieder. In dem ostafrikanischen Staat finanziert der gelernte Landwirt die Wasserversorgung für ein Dorf sowie ein Hospital. Aber das eigentlich Schöne am Reisen, sagt er, sei das Nachhausekommen nach Haunstetten.