Nach der Gründung der Arge Oberhausen 1986 übernahm er ohne zu Zögern den Vorsitz für sechs Jahre. Das Hauptziel der Arbeitsgemeinschaft ist, die Veranstaltungstermine der einzelnen Vereine und Institutionen im Stadtteil zu koordinieren. Von Anfang an lag Bartl aber auch daran, eine Anlaufstelle für die Anliegen der Menschen aus Oberhausen zu schaffen.
"Besonders das Bild des Stadtteils beschäftigte uns damals. Wenn man von Gersthofen aus kam, dann sah das katastrophal aus", sagt er. In den letzten 20 Jahren habe man viel erreicht. "Oberhausen ist deutlich schöner geworden." Besonders stolz ist er auf die Gründung der Drei-Auen-Volksschule. "Es hieß immer, dass Oberhausen-Nord eine Schule braucht. Wir haben das erreicht." Seit zwei Jahren ist er nun wieder Vorsitzender der Arge. Im Moment beschäftigt Bartl das Thema Integration. "Wir suchen im Einzelgespräch den Kontakt zu allen Migranten-Vereinen", sagt er. Viele seien in Oberhausen engagiert, aber untereinander bestehe zu wenig Kontakt.
In ganz Augsburg bekannt ist Bartl für den Plärrer-Umzug, den er vor 20 Jahren ins Leben rief und seitdem jedes Jahr organisiert. Ohne finanzielle Unterstützung von der Stadt trommelte er damals 32 Vereine zusammen und handelte mit den Festwirten aus, dass jeder Teilnehmer einen Gockel und eine Maß Bier bekam. Inzwischen sind jährlich bis zu 50 000 Zuschauer bei dem Ereignis. "Der Umzug hat in erster Linie eine große Bedeutung für das Volksfest. Er ist aber auch eine Aufwertung für den Stadtteil", betont Bartl. Zudem findet immer am zweiten Sonntag des Herbstplärrers der von der Arge ins Leben gerufene Oberhauser Marktsonntag statt - seit Jahren eine weitere feste und wichtige Veranstaltung im Stadtteil.
Was Bartl an Oberhausen besonders fasziniert, ist die Herzlichkeit und das Engagement der Anwohner. "Bei den Bürgerversammlungen sind immer um die 50 Teilnehmer da - ohne, dass wir einen Aushang machen. Das spricht sich einfach unter den Leuten herum", berichtet er stolz.