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Augsburg

09.12.2019

Mahnwache am Tatort: AfD trifft auf Demonstranten

AfD-OB-Kandidat Andreas Jurca mit dem Kranz, hinten Gegendemonstranten.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die AfD hat am Tatort am Kö einen Kranz niedergelegt. Sie wurde von Gegendemonstranten begleitet. Landtagsabgeordnete von SPD, Grünen und Freie Wähler nahmen teil.

Am Montagabend kam es am Königsplatz zum Aufeinandertreffen von politischen Ansichten: Vertreter der AfD-Landtagsfraktion legten dort einen Kranz für den getöteten Passanten nieder. „Wir trauern um den getöteten Feuerwehrmann“, so Christoph Maier, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD. Es gehe nicht um eine Instrumentalisierung der Tat, bei der die Verdächtigen Migrationshintergrund haben.

Gleichwohl werde man im Landtag das Thema „Sichere Städte“ debattieren. AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel hatte zuvor von einem neuerlichen „Opfer von Migrantengewalt“ gesprochen und eine „Umkehr in der Einwanderungspolitik“ gefordert.

Die Menschen in Augsburg sind tief bestürzt über die Gewalttat am Königsplatz.
Video: Elena Winterhalter

Die Aktion der AfD wurde von knapp 100 Gegendemonstranten begleitet, die stumm Schilder mit Aufschriften wie „Gedenken statt Vereinnahmen“ trugen. Landtagsabgeordnete von SPD, Grünen und Freien Wählern nahmen teil. Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) appellierte unabhängig von der Demo an die Friedensstadt, sich zu den Werten einer Zivilgesellschaft zu bekennen. Gribl hatte mit Landrat Martin Sailer bereits am Montagmorgen ein Blumengebinde am Tatort abgelegt.

Mahnwache am Tatort: AfD trifft auf Demonstranten

Das Aufeinandertreffen verlief weitgehend ohne Zwischenfälle, wobei die AfD-Vertreter sich den Weg durch die Menge bahnen mussten. Teile der Gegendemonstranten bedeckten den Kranz nach der Niederlegung mit ihren Transparenten.

In einer aktuellen Folge unseres Podcasts erklärt Reporter Stefan Krog die Hintergründe der Tat am Königsplatz – und erzählt, wie Journalisten mit dem Fall umgehen. Den Podcast "Augsburg, meine Stadt" finden Sie auf Spotify, iTunes und überall sonst, wo es Podcasts gibt.

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Die Diskussion ist geschlossen.

11.12.2019

Wieder wird vergessen warum man zum Gedenken gekommen ist! Das Opfer sollte doch das Ziel der Anteilnahme sein. Oder? Ich gehe bei jeder Kranzniederlegung vom gutem Willen aus. Aus meiner Sicht wird es aber politisch und respektlos wenn ein Kranz mit Plakaten Andersdenkender überdeckt wird. Dieses Recht der Abdeckung oder Entfernung sollte den Angehörigen vorbehalten sein. Auch ein Vermeintlich guter Wille entschuldigt dies nicht. Denkt dran wir wollen die Friedensstadt sein und lasst euch nicht von euren ideologischen Vorbildern ob sie von links oder rechts instrumentalisieren auf den falschen Weg locken.

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09.12.2019

Wenn die SPD, laut Artikel, am Montag morgen einen Kranz nierderlegt, ihr Beileid, diesmal hoffentlich mit korrekt bedrucktem Band, bekundet, alles kein Problem. Kommt die Afd mit selbigem um die Ecke, wird plötzlich "instrumentalisiert". Wer hat zu diesem Zeitpunkt eigentlich die ganzen Kameras und Presse bestellt? Diejenigen sind nämlich die, die diesen Vorfall für ihre Zwecke medial ausschlachten! (edit/mod) Jedem steht es zu, seine Trauer zu bekunden, seine Gedanken nieder zu schreiben und diese im Stillen dort ablegen zu dürfen!

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10.12.2019

Es ist schon ziemlich armselig hier die AfD in Schutz zu nehmen. In Chemnitz hat die AfD-Riege auch nur ihre Trauer bekundet , bei einem Marsch neben Neo-Nazis und Rassisten. Aber es ging ja nur um die Anteilnahme...Das ist Blödsinn. Wie es hier in Augsburg war weiß ich nicht. War schließlich nicht dabei. Aber eingentlich reicht es sich die Kommentare durchzulesen. Was da teilweise geschrieben wird ist einfach nur pervers und wurde auch "dank" der AfD wieder sagbar. Das ist einfach traurig. Alle Leute warten doch nur drauf das der Täter Migrationshintergrund hat, dass sofort los gelegt werden kann mit der Hetze...

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10.12.2019

Ganz stillens Gedenken ohne Instrumentalisierung!

Facekbook-Post von Georg Pazderski - AfD!!

+++ Blutspur der "jungen Männer" +++

Eine „Gruppe junger Männer“ schlägt in #Augsburg einen Feuerwehrmann im Beisein seiner Ehefrau tot. Die Herkunft der Täter wird verschwiegen, bis es nicht mehr geht ...

Seit 2015 sind Mord, Totschlag und Vergewaltigungen durch Ausländer, meist sog. “Schutzsuchende“ und „Traumatisierte“, an der Tagesordnung.

Nur die AfD kann das beenden.

Der Post wurde schon abgemildert im Vergleich zur ersten Veröffentichung!

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10.12.2019

Die AFD ist halt eben keine normale Partei. Sie ist der Sohn von NPD und Enkel der NSDAP. Sie ist derzeit gefährlichste Brandstifter und Brutstätte rechter Hetze und rechtsradikaler Straftaten. Sobald ein Verbrechen jedoch mit einem Ausländer in Verbindung gebracht werden kann, ist sie zur Stelle um mit dem Zeigefinger draufzuhalten und davon abzulenken was in ihren eigenen Reihen unter "Patriotismus" verstanden wird.

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