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Augsburg

11.12.2019

Mann (46) in der Provinostraße getötet: 20 Ermittler suchen Täter

Die Wohnung des Getöteten wurde von der Kripo versiegelt.
Bild: Peter Fastl

Es bleibt weiter unklar, wer einen 46-Jährigen in der Provinostraße getötet hat. Warum sich die Ermittler in dem Fall bislang bedeckt halten.

Das Blut im Treppenhaus des Hochhauses in der Provinostraße ist längst aufgewischt. Zwei Putzfrauen einer Reinigungsfirma mussten das erledigen. Die Kripo sucht mit Hochdruck nach dem oder den Tätern, die für den Tod eines 46-jährigen Bewohners verantwortlich sind. Sie hat dazu eine Ermittlungsgruppe gebildet. 20 Kripobeamte beschäftigen sich mit dem Fall.

Tötungsdelikt Provinostraße: kein Täterwissen preisgeben

Der Bewohner mit offenbar russischem Hintergrund ist am Sonntagmorgen tot in dem neunstöckigen Haus aufgefunden worden. Mathias Nickolai, Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Leiche im Keller des Blocks gefunden wurde. Damit bestätigt er das, was Anwohner und Nachbarn in der Anlage berichten. Eine Bewohnerin soll den Toten entdeckt haben, als sie am Morgen etwas aus dem Keller holen wollte. Blutüberströmt sei die Leiche gewesen, wird erzählt.

Hier in diesem Mehrfamilienhaus wurde der Mann am Sonntagmorgen tot aufgefunden.
Bild: Peter Fastl

Oberstaatsanwalt Nickolai hüllt sich in Schweigen, auch wenn es um die Todesursache geht. Fest steht, sagt er, dass der Tod durch Gewalteinwirkung eintrat. Detaillierter wolle er sich nicht äußern, um nicht gegebenenfalls spezifisches Täterwissen preiszugeben. Dass rohe Gewalt im Spiel gewesen sein muss, war noch am Montag in dem Hochhaus zu sehen. Von der Wohnung des Opfers in einem der oberen Stockwerke führte eine Blutspur zu dem Aufzug. Sie setzte sich im Fahrstuhl fort. Das könnte für eine Attacke mit einem Messer sprechen.

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Nachbarin hörte Männer auf Russisch sprechen

Eine Nachbarin schilderte, dass in der Nacht auf Sonntag sie aus der Wohnung des 46-Jährigen lautstarken Streit hörte. Dieser habe sich ins Treppenhaus verlagert. Die Zeugin hörte Männer auf Russisch sprechen, einmal vernahm sie kurz eine deutsche Frauenstimme. Die Nachbarin hatte in der Vergangenheit schon etliche Streitereien in der Wohnung mitbekommen. Sie rief bereits ein paar Mal die Polizei, wie sie erzählt. Aber nicht immer. Sie könne ja nicht jedes Mal den Notruf tätigen, sagt die Frau.

Nach dem Leichenfund durchkämmten Polizisten das Umfeld des Hauses. Ob sie nach der Tatwaffe suchten? Auch hier hält sich Nickolai bedeckt. Spurensicherung sei eine ganz normale Tatortarbeit, betont er. „Ob was Spezielles gesucht wurde, kann ich nicht sagen.“

Lesen Sie auch: Mann (46) tot aufgefunden: Nachbarin hörte zuvor Streit

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