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Augsburg

11.05.2017

Mehr Platz für Autos auf der B17: Dritter Fahrstreifen kommt

Die B17 in Augsburg erhält zwischen Messe und FCA-Stadion einen dritten Fahrstreifen.
Bild: Silvio Wyszengrad

Zwischen Messe und FCA-Stadion bekommt die Bundesstraße einen dritten Fahrstreifen. Die Arbeiten beginnen in den kommenden Tagen. Was das für Fahrer bedeutet.

Autofahrer auf der B17 werden sich in den kommenden Monaten auf eine Baustelle zwischen dem FCA-Stadion und der Messe gefasst machen müssen. Das Staatliche Bauamt wird auf dem etwa zwei Kilometer langen Abschnitt den Asphalt erneuern. Zudem bekommt die B17 eine Art dritte Spur: Um die Ein- und Ausfädelvorgänge zwischen den Anschlussstellen Messe und Göggingen/Haunstetten sicherer zu machen, wird der Standstreifen zum Fahrstreifen umgebaut.

Bauarbeiter rücken ab Freitag an

Bäume und Büsche, die bei den Arbeiten im Weg sind, wurden bereits im Frühjahr vor Beginn der Vogelbrutzeit gefällt. Ab Freitag rücken die Bauarbeiter an. Die gute Nachricht: Vom 12. Mai bis zum 17. Juni geht es nur um Vorarbeiten, sodass in jede Richtung noch zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen, wenn auch in verschmälerter Form. Vom 19. Juni bis Ende Juli verwandelt sich die B17 dann im Bereich Göggingen/Univiertel in einen Flaschenhals: Pro Richtung gibt es dann nur einen Fahrstreifen. Teils wird dann die Anschlussstelle Göggingen/Haunstetten gesperrt werden sein. Die Bauarbeiter werden dann montags bis samstags auf der Baustelle sein, solange es das Tageslicht zulässt. An den Tagen, an denen der Asphalt eingebaut wird, ist ein 24-Stunden-Betrieb geplant. Dass die Arbeiten nicht in den Sommerferien stattfinden, liegt daran, dass das Bauamt dann die B2 zwischen Hochzoll und Kissing für eine Sanierung etwa zwei Wochen lang sperren wird.

Die Kosten von rund 2,8 Millionen Euro trägt der Bund. Neben dem Sicherheitsaspekt soll die dritte Spur auch dazu beitragen, den Verkehr im stark befahrenen Abschnitt vor den Abfahrten Friedrich-Ebert-Straße und Eichleitnerstraße etwas flüssiger zu gestalten. Die B17 ist mit bis zu 60000 Autos pro Tag inzwischen weit stärker belastet als geplant. Eine Verbreiterung auf drei Spuren bis weiter in den Süden wäre wegen ihrer höheren Kosten ein Thema für den Bundesverkehrswegeplan gewesen, der für die nächsten Jahre ohnehin festgeklopft ist. Enthalten in diesem Plan ist die Osttangente, die parallel zur B17 auf der Ostseite des Lechs auf der Achse Mering-Kissing-Augsburg laufen soll. Inwieweit es eine Verlagerung von der B17 auf die Osttangente geben wird, ist unklar, zumal eine Verbindung zwischen den Straßen vorerst nicht höchste Priorität hat.

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Flexible Tempo-Anzeigen wischen Königsbrunn und Augsburg

Um die morgendlichen Staus auf der B17 besser in den Griff zu bekommen, ist aber geplant, ab Juni/Juli so genannte Schilderbrücken mit flexiblen Tempo-Anzeigen zwischen Königsbrunn und Augsburg zu installieren. Ein Computer wird die Verkehrsmenge messen und daraus das optimale Tempolimit berechnen. So soll der Verkehrsfluss stetiger werden, um Ziehharmonika-Effekte bei plötzlichen Bremsmanövern zu verhindern. Bis die Digitalanzeigen in Betrieb gehen, wird es aber 2018 werden. Mit größeren Verkehrsbehinderungen ist während dieser Arbeiten nicht zu rechnen.

Zusätzlich zu den Arbeiten des Staatlichen Straßenbauamtes plant die Stadt Augsburg kommendes Jahr, zwischen den Anschlussstellen Kobelweg und Holzweg eine durchgehende dritte Spur zu bauen. Auch hier soll angesichts der gestiegenen Verkehrsmenge das Ein- und Ausfädeln einfacher werden. Derartige Streifen gibt es bereits seit Jahren an der B17 zwischen den Anschlussstellen Messe und Eichleitner-/Bergiusstraße und an der B2 zwischen der Autobahn-Zufahrt Augsburg-West und Gersthofen.

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11.05.2017

Schon witzig. Seit ca. 40 Jahren versucht man durch zusätzliche Fahrspuren den ständig wachsenden Verkehr in Nord-Süd-Richtung abzuwickeln. Immer mehr Platz verbraten und relativ kurze Zeit später reicht der wieder nicht. Und man meint zum wiederholten Male, dass die Lösung dieses mal darin besteht, genau das zu machen, was bei den letzten Malen offensichtlich auch nicht geholfen hat. Um mal den Einstein zu zitieren: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."

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11.05.2017

witzig? das ist ne stinknormale entwicklung - superstädte in den usa sind innerhalb weniger jahrzehnte so gewachsen. nachdem die 8spruige zu voll war wude nochmal ein zusätzlicher interstate ausenrum mit 12 spuren gebaut - ganz ohne umweltblödsinnsausgleich wie hierzulande

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