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Augsburg: Nach Fujitsu-Aus: Mitarbeiter zwischen Hoffen und Bangen

Augsburg

Nach Fujitsu-Aus: Mitarbeiter zwischen Hoffen und Bangen

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    Hinter verschlossenen Türen gab es Gespräche zwischen Fujitsu und Vertretern der Arbeitnehmer.
    Hinter verschlossenen Türen gab es Gespräche zwischen Fujitsu und Vertretern der Arbeitnehmer. Foto: Silvio Wyszengrad

    Es war eine Nachricht, die die Mitarbeiter des Fujitsu-Werks in Augsburg in eine Art Schockstarre versetzte. Der japanische Konzern will den Standort an der Bürgermeister-Ullrich-Straße bis September 2020 schließen.

    Nach Fujitsu-Aus kämpfen Betriebsrat und Gewerkschaft um Arbeitsplätze

    Dies würde zur Folge haben, dass 1500 Fujitsu-Mitarbeiter und 350 Leiharbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Konzern hat von Anfang an angekündigt, dass er zum Aus des Standorts keine Alternative sehe. Betriebsrat und Gewerkschaft IG Metall wollen um die Arbeitsplätze kämpfen. Man wolle der Unternehmensführung ein Alternativkonzept vorlegen.

    Es wurde viel übereinander gesprochen, jetzt sitzen Arbeitgeber und Vertreter der Arbeitnehmer gemeinsam am Tisch. Hinter verschlossenen Türen gab es am Dienstag und Mittwoch erste Gespräche. Auf Anfrage sagte Angela Steinecker von der IG Metall, „dass es konstruktive Gespräche in einer guten Atmosphäre“ waren. Zum Inhalt halten sich beide Seiten bedeckt.

    Nach Informationen unserer Redaktion liegen gegenwärtig auch nicht ansatzweise entscheidungsreife Beschlüsse vor. Zu Details, wie die mögliche Standortschließung ablaufen könnte, gibt es ebenfalls nichts Spruchreifes. Angela Steinecker bestätigt dies: „Es sind noch keine Verhandlungen. Es werden jetzt nur Gespräche geführt, um nähere Informationen zu den Plänen der Arbeitgeberseite zu erhalten.“ Betriebsrat und Gewerkschaft hätten deutlich klar gemacht, dass sie die bisherigen Pläne des Konzerns nicht akzeptieren wollen.

    Fujitsu-Mitarbeiter schauen sich nach anderen Unternehmen um

    Die ersten Gespräche sind nach Einschätzung eines Insiders „als gewisses Abtasten beider Seiten“ zu verstehen. Wenn es zu Verhandlungen kommen wird, dürfte von beiden Seiten eine klare Strategie ausgegeben sein, zu welchen Konditionen eine Einigung erzielt werden könnte.

    Dabei kommt den Anwälten der beiden Seiten, die auch jetzt bereits mit am Tisch saßen, eine wichtige Rolle zu. Um Geschäftszahlen des Konzerns einordnen zu können, sind zudem Wirtschaftssachverständige eingeschaltet. Nach wie vor gibt es die Angabe, ein Plan B sehe vor, dass bis zu 500 Fujitsu-Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden könnten. Es ist die Sparte der IT-Spezialisten.

    Verhandlungen, in denen es um den Sozialplan geht, sind der nächste Schritt. Ein Termin steht noch nicht fest. Im Fujitsu-Werk geht unabhängig davon der Betrieb weiter. Kundenaufträge werden bearbeitet. Dass einzelne Mitarbeiter über einen Wechsel zu einem anderen Unternehmen nachdenken, ist kein Geheimnis. Angela Steinecker sagte dazu am Mittwoch: „Mir zumindest ist kein Fall bekannt, dass jemand das Unternehmen verlässt oder bereits einen neuen Job hat.“

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