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Augsburg

03.03.2019

Polizei warnt vor falschen Handwerkern

Die Polizei warnt vor falschen Handwerkern.
Bild: Wolfgang Widemann (Symbolbild)

In Augsburg gab es innerhalb weniger Tage zwei Fälle. Doch man kann sich schützen

In Augsburg sind aktuell falsche Handwerker unterwegs. Innerhalb weniger Tage wurden zwei Fälle in der Innenstadt und in Lechhausen bekannt, in denen bislang unbekannte Männer diesen Trick anwandten, um sich Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen. In einem Fall waren sie mit dieser Masche erfolgreich.

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Unbekannter will Wasser prüfen

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde am Freitagmorgen gegen 9.30 Uhr ein 19-Jähriger beim Verlassen seines Hauses in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße in Lechhausen von einem unbekannten Mann angesprochen. Dieser gab an, das Wasser im Haus sei schlecht und er dies müsse dies überprüfen. Der 19-Jährige sagte dem Mann, dass er keine Zeit habe und der Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wiederkommen solle.

Weil dem jungen Mann die Sache dann aber komisch vorkam, informierte er die Polizei. Laut Personenbeschreibung soll der falsche Handwerker 30 bis 40 Jahre alt und knapp 1,85 Meter groß sein. Er hatte einen kurz geschnittenen Haarkranz und trug ein rotes Polo-Shirt. Der Mann sprach nach Angaben der Polizei akzentfreies Deutsch und hatte einen Werkzeugkoffer bei sich.

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Innerhalb weniger Tage war das bereits der zweite Fall in Augsburg. Beim ersten Fall am Mittwoch hatte sich ein Mann in der Innenstadt als Arbeiter ausgegeben, der Rohrleitungen in einem Mehrfamilienhaus in der Eserwallstraße auf Legionellen überprüfen müsse. So verschaffte sich der Täter nachmittags Zutritt zu dem Gebäude.

Schmuck und Geld bei Seniorin gestohlen

Die 85-jährige Hausbewohnerin öffnete ihm die Tür. Nach Angaben der Polizei betrat der etwa 45-jährige Mann, der eine kräftige Statur haben soll, die Wohnung. Vermutlich gelangte aber auch noch jemand anderes in das Haus und durchsuchte es. Später bemerkte die Frau, dass Bargeld im unteren vierstelligen Bereich und Schmuck gestohlen worden waren.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang davor, fremde Personen ins Haus oder in die Wohnung zu lassen. Bewohner sollten sich immer einen Ausweis zeigen lassen und bei den genannten Unternehmen nachfragen, ob in deren Auftrag tatsächlich Handwerker unterwegs sind. Bei Zweifeln sollen Betroffene den Polizeinotruf 110 anrufen.

Nach Erfahrungen der Polizei wenden die Trickbetrüger oft dieselbe Masche an: Sie geben sich als Polizisten, Telekom-Mitarbeiter oder als der freundliche Mann vom Wasserwerk aus. Damit verschaffen sie sich unter einem Vorwand Zutritt zu Privatwohnungen – und stehlen Geld und andere Wertgegenstände. Ihre Opfer sind überwiegend ältere Menschen, aber nicht nur.

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