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Augsburg

07.07.2020

Premium Aerotec: Am Mittwoch kommen zwei Minister zur Krisenrunde

Wie geht es weiter bei Premium Aerotec in Augsburg?
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Die Minister Hubert Aiwanger und Carolina Trautner kommen am Mittwoch zu Premium Aerotec Augsburg. Am Standort droht ein Abbau von 1000 Stellen.

Rund 1000 Arbeitsplätze stehen beim Flugzeugteile-Hersteller Premium Aerotec am Standort Augsburg auf dem Spiel. Gegenwärtig sind 3500 Mitarbeiter in Augsburg beschäftigt. Wie lässt sich ein solch massiver Stellenabbau, der vom Unternehmen mit den Auswirkungen der Corona-Krise begründet wird, verhindern? Die Politik ist höchst alarmiert. In der bayerischen Staatsregierung wird die unsichere Zukunft von Premium Aerotec als vordringliches Thema eingestuft.

Kurzfristig werden am Mittwoch zwei Staatsminister in Augsburg mit der Unternehmensführung zusammenkommen, um über die Situation zu sprechen. An dem Gespräch nehmen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ( Freie Wähler) und Arbeitsministerin Carolina Trautner ( CSU) teil. Für die Stadt Augsburg ist Wirtschaftsreferent Wolfgang Hübschle mit von der Partie.

Wer an der Krisenrunde bei Premium Aerotec in Augsburg teilnimmt

Hübschle ist erst seit einigen Wochen in dieser Funktion tätig. Er kam vom bayerischen Wirtschaftsministerium nach Augsburg und kennt somit Abläufe im Ministerium aus erster Hand. Für Premium Aerotec nehmen Thomas Ehm, Vorsitzender der Geschäftsführung, und andere Mitglieder der Geschäftsführung an der Unterredung teil, die auf eine Stunde terminiert ist. Beginn soll um 16.30 Uhr sein. Geplant ist ferner, dass Ehm und die beiden Minister danach vor dem Werkstor an der Haunstetter Straße nähere Informationen über Inhalte des Gesprächs geben werden.

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Bild: Ulrich Wagner

Im Vorfeld sagt Wirtschaftsminister Aiwanger: „Für die vom Stellenabbau bei Premium Aerotec betroffenen Mitarbeitern und ihre Familien braucht es rasch Zukunftsperspektiven. Vor allem das Unternehmen steht in der Pflicht, sozial verträgliche Lösungen zu finden und Alternativen am Standort anzubieten.“ Die Staatsregierung wolle ihre Instrumente nutzen, um die Region Augsburg zu unterstützen.

Hubert Aiwanger hat Premium Aerotec Augsburg bereits 2019 besucht

Das Werk von Premium Aerotec hat Aiwanger bereits im Vorjahr besucht. Auch damals ging es im Gespräch mit der Firmenleitung um mögliche Stellenstreichungen am Standort. Bei Premium Aerotec fehlen Aufträge, weil der Flugzeugbauer Airbus die Produktion aufgrund der Corona-Pandemie massiv reduziert hat. Premium Aerotec mit Sitz in Augsburg ist eine hundertprozentige Tochter von Airbus. Weitere Standorte in Deutschland sind in Nordenham, Varel und Bremen. Insgesamt könnten rund 2800 Arbeitsplätze verloren gehen.

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