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Protest in Mering: Fast ein ganzer Saal gegen die Osttangente

Protest in Mering

Fast ein ganzer Saal gegen die Osttangente

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    Auch der Befürworter der Osttangente, Kissings Bürgermeister Manfred Wolf, gab seiner Meinung bei der Informationsveranstaltung Ausdruck.
    Auch der Befürworter der Osttangente, Kissings Bürgermeister Manfred Wolf, gab seiner Meinung bei der Informationsveranstaltung Ausdruck. Foto: Gall

    Einen gravierenden Schaden für die Natur befürchtet Stephan Kreppold, stellvertretender Vorsitzender im Bund Naturschutz für die Kreisgruppe Aichach-Friedberg: „Die Bahngruben und die Kissinger Heide sind wichtige Naturschutzgebiete, die durch die Trasse stark gefährdet werden.“ Aus ökologischer Sicht bilden diese Gebiete einen Heideverbund, den der Bau der Trasse Kreppold nach zerstören würde.

    Auch die Situation der Landwirte in den betroffenen Gebieten fand Erwähnung. „Der Flächenverbrauch der Osttangente ist ungeheuerlich. Ein Boden mit einer Größe von mehr als 700 Fußballfeldern wird plötzlich unbrauchbar“, sagte Kreppold, der selbst als Landwirt tätig ist.

    Auch Günther Groß, Sprecher der Lechallianz, weiß um die Wichtigkeit der Naturschutzgebiete: „Das Biotop des Lechs endet nicht mit dem Gewässer. Gerade die Auen und Heiden sind ein bedeutender Naturraum.“ Diese Schutzgebiete seien durch die Eingriffe am Lech in der Vergangenheit extrem belastet worden. Daher sei es heute umso wichtiger, Gebiete wie die Kissinger Heide mit allen Mitteln zu schützen.

    Abseits von der Naturthematik beschäftigte sich ein weiterer Sprecher allgemein mit dem Thema Verkehr. Richard Mergner ist Landesbeauftragter des Bunds Naturschutz in Bayern und leitete mehrere Jahre das bayernweit zuständige Verkehrsreferat des Verbandes. Seiner Ansicht nach wird jeder, der Straßen sät, auch Verkehr ernten: „Das Ziel der Tangente ist es, den Verkehr aus Augsburg herauszubringen und über den Landkreis Aichach-Friedberg zu leiten.“ Gerade durch diese neue, gut ausgebaute Straße würde laut Mergner das Verkehrsaufkommen in der Region steigen: „Sobald sich irgendwo freie Straßen finden, kommen früher oder später auch Fahrzeuge, um diese zu befahren.“

    Im Anschluss an die Vorträge gaben die Veranstalter die Möglichkeit, Fragen und eigene Meinungen in die Runde zu werfen. Hierbei äußerten sich auch Bürgermeister Roland Eichmann aus Friedberg sowie Bürgermeister Manfred Wolf aus Kissing. Die beiden Befürworter der Osttangente wurden von den Mitgliedern des Aktionsbündnisses eingeladen und kamen diesem Aufruf auch nach. Allerdings überwogen in der Diskussion bei dieser Veranstaltung eindeutig die Stimmen der Gegner der Tangente.

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