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Kommunalwahl

04.11.2019

Roland Wegner ist der OB-Kandidat der V-Partei in Augsburg

Roland Wegner ist Oberbürgermeisterkandidat der V-Partei. Sie möchte bei der Kommunalwahl erstmals in Augsburg antreten.
Bild: Konrad Harle

Die V-Partei will erstmals bei der Kommunalwahl in Augsburg antreten.  Auf der Liste mit 60 Namen dominieren die Frauen. Es ist ein junges Team.

Roland Wegner, 44, ist Oberbürgermeisterkandidat der V-Partei, die bei der Kommunalwahl am 15. März erstmals in Augsburg antreten möchte. Das V steht für Veränderung, Vegetarier und Veganer. Wegner, der als geschäftsführender Beamter in der Gemeinde Gablingen (Kreis Augsburg) tätig ist, wurde bei einer Nominierungsversammlung einstimmig gewählt. Dass die Wahl der Mitglieder auf Wegner hinausläuft, ist keine Überraschung. Er gilt als bekanntestes Gesicht der noch jungen Partei. Wegner lebt in Langweid, was mit der Kandidatur in Augsburg vereinbar ist, sofern der Stadtratskandidat einen Zweitwohnsitz vorweist.

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Die V-Partei hat die Stadtratsliste mit 60 Personen besetzt. Für Spitzenmann Wegner ist die Zusammensetzung ein Beleg dafür, dass der Zuspruch für die Ziele der Partei groß ist: „Bei uns braucht es keine Geschlechterquote.“ Die politische Ausrichtung begeistere viele Frauen, sagt Wegner. Unter den ersten 30 Kandidaten sind 21 Frauen gelistet, insgesamt sind 43 Frauen am Start. Der Altersdurchschnitt liegt bei 33 Jahre.

Der frühere Ultrasportler Marek Schuster ist auch mit von der Partie

Auf Platz 60 steht ein Kandidat, der in Augsburg ebenfalls nicht ganz unbekannt. Der frühere Ultrasportler Marek Schuster, der nun als soziale Betreuungskraft und Musiker tätig, gehört zum Team der V-Partei. Bei der fünfstündigen Aufstellungsversammlung sorgte Schuster zudem für die musikalische Begleitung. In einer ersten Reaktion bewertet Oberbürgermeisterkandidat Wegner die Zusammensetzung. Es handle sich um eine bunte Mischung: „Unser Wahlvorschlag braucht sich nicht vor den Listen der SPD oder Grünen zu verstecken.“ Inhaltlich sei die V-Partei „schon zwei Schritte weiter“ als die politische Konkurrenz von SPD und Grünen. Beide hätten es in der laufenden Periode als CSU-Partner in der Augsburger Stadtregierung nicht geschafft, „sichtbare Akzente für eine soziale und nachhaltig-ökologische Politik zu setzen“.

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Die V-Partei, die gezielt Vegetarier und Veganer anspricht, geht daher auch auf das Thema Ernährung ein. Dazu sagt Wegner: „In den öffentlichen Einrichtungen ist biologisches Essen ohne Ackergifte nach wie vor einen Seltenheit.“ Für die V-Partei müsse dies ein 100-prozentiger Standard werden, genauso wie die Ausrichtung auf pflanzlich-vollwertig-gesund. Wegner spannt den Bogen zu anderen Gruppierungen: „Mit unserem breiten Angebot – inhaltlich wie personell – decken wir die Forderungen der Fridays-for-future-Bewegung ab und zeigen, dass wir in Sachen Umweltschutz auf Mut, Verantwortung und Veränderung setzen.“

Das vollständige Wahlprogramm der V-Partei wird in Arbeitsgruppen erstellt. Im Dezember soll es dann vorgestellt werden.

Eine Hürde hat die V-Partei jedoch noch zu überspringen: Um zur Wahl zugelassen zu werden, benötigt sie insgesamt 470 Unterstützungsunterschriften. Diese können von 18. Dezember bis 3. Februar (12 Uhr) von wahlberechtigten Augsburgern in den Bürgerbüros der Stadt geleistet werden.

Das Feld der Parteien und Gruppierungen, die in Augsburg sich zur Wahl stellen wollen, wird somit immer größer. Die Bürgervereinigung „Augsburg in Bürgerhand“, die WSA und „Die Partei“ sind neben der V-Partei Neulinge bei einer Kommunalwahl.

Hinzu kommen CSU, SPD, Grüne, Freie Wähler, AfD, Linkspartei, ÖDP, FDP, Pro Augsburg und Polit-WG.

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