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Augsburg

11.01.2019

Schüler wollen für den Klimaschutz demonstrieren

Schüler demonstrieren in Kiel für einen besseren Klimaschutz. Bundesweit finden freitags Aktionen statt.
Bild: C. Rehder, dpa (Symbol)

Die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg kämpft gegen den Klimawandel und schwänzt dafür die Schule. In Augsburg gibt es auch eine Demo und eine Drohung.

Die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg hat eine Bewegung losgetreten, als sie sich auf der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz vergangenen Dezember zur Schulschwänzerin bekannte. Vor Vertretern aus 194 Staaten und einem großen Medienaufgebot sagte sie, dass sie seit vier Monaten freitags die Schule schwänze, um vor dem schwedischen Reichstag demonstrieren zu können.

Politiker sollen sich stärker engagieren

Der Grund: Sie will, dass sich die Politiker stärker im Kampf gegen den Klimawandel engagieren. Ihre Ziele sind Klima-Gerechtigkeit und ein lebenswerter Planet. Vergangenen Sommer verteilte die junge Klimaaktivistin vor dem Parlament in Stockholm Flugblätter auf denen stand: „Ich mache das, weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt.“

Greta Thunberg sprach bei der Weltklimakonferenz in Kattowitz.
Bild: dpa

Mit ihrem Engagement hat sie Jugendliche auf der ganzen Welt motiviert, sich ebenfalls für den Klimaschutz einzusetzen. Unter dem Schlagwort (Hashtag) #FridaysForFuture veröffentlichen sie im Internet, wie sie sich ebenfalls an einem Freitag für die Zukunft eingesetzt haben. In verschiedenen deutschen Städten gingen Schüler bereits an einem Freitag auf die Straße oder postierten sich mit Schildern und Spruchbändern vor dem Bundestag in Berlin.

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Demo in Augsburg

Am kommenden Freitag, 18. Januar, finden bundesweit wieder Aktionen statt, die von der WWF-Jugend und der BUND-Jugend unterstützt werden. In Augsburg wird es ebenfalls eine Demonstration geben. Das städtische Ordnungsamt bestätigt, dass eine Demo mit dem Titel „Forderung einer besseren Klimapolitik“ angemeldet wurde.

Los geht es um 11 Uhr auf dem Rathausplatz. Dort soll es eine Kundgebung geben. Anschließend wollen die Demonstranten vorbei an Schulen und der Regierung von Schwaben über die Maximilianstraße, Hallstraße, Konrad-Adenauer-Allee, Königsplatz (Zwischenkundgebung), Fuggerstraße, Kasernstraße, Fronhof, Peutinger Straße, Johannisgasse, Kesselmarkt, Annastraße, Steingasse zurück zum Rathausplatz gehen. Dort findet die Abschlusskundgebung gegen etwa 14 Uhr statt. Die Veranstalter rechnen mit 500 Teilnehmern, heißt es vom Ordnungsamt.

Nicht während der Unterrichtszeit

Wie viele Schüler sich tatsächlich der Demonstration anschließen, wird sich noch zeigen. Peter Kempf, Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Schwaben, hat bereits am Donnerstag den Gymnasien in Augsburg und der Region ein Schreiben zukommen lassen: Darin bestätigt er das grundsätzliche Recht der Versammlungsfreiheit und das damit verbundene Demonstrationsrecht. Daneben hätten auch alle Schüler das Recht, ihre Meinung frei zu äußern. In diese Rechte dürfe nicht grundlos eingegriffen werden, sie bestünden jedoch auch nicht schrankenlos. „Natürlich gibt es das Demonstrationsrecht. Aber dafür steht den Schülern nicht die Unterrichtszeit zur Verfügung“, betont Peter Kempf im Gespräch mit unserer Redaktion.

Wer also an der Demonstration teilnimmt, gilt als vom Unterricht unentschuldigt ferngeblieben. Das sei von den Schulen, mit den dafür vorgesehenen Maßnahmen zu ahnden. Peter Kempf betont: „Persönlich habe ich überhaupt nichts dagegen, wenn man sich für den guten Zweck einsetzt. Nur sollte das in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden.“

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12.01.2019

Die Jugend in Deutschland wird vollends indoktriniert und radikalisiert. Kritische Auseinandersetzung mit dem Klimawandel findet nicht mehr statt. Die Schulen werden ihrem Lehrauftrag nicht gerecht. Die Klima-Hysterie unter vielen Medien und Politikern zeigt Wirkung. Jeder der heute den Menschen gemachten Klimawandel in Frage stellt, gilt schon als reaktionär. Was diese Kinder wohl in einigen Jahren sagen, wenn sie in einem deindustrialisierten Land leben? Wenn Sozialleistungen nicht mehr finanzierbar sind und sie selbst ohne Arbeit und Einkommen dastehen? Strukturwandel muss gestaltet werden, auf Basis von technischem Fortschritt. Aber nicht mit Luftschlössern und zerstörerischen Eingriffen in die Wirtschaft!

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16.01.2019

Das ist genau der Grund für das Problem: Menschen wie Sie, die nur eine Richtung kennen: weiter so. Zukunft gestalten geht anders.

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16.01.2019

"Das ist genau der Grund für das Problem: Menschen wie Sie, die nur eine Richtung kennen: weiter so. Zukunft gestalten geht anders."
(persönlicher Angriff/edit) Es geht nicht mehr um Sachargument, es wird nur noch ideologisch argumentiert. Das ist ein Rückschritt in das Mittelalter. Aufklärung geht anders.

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