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Stadtteil-Geschichte: Finanzamt und Krankenhaus

Stadtteil-Geschichte

Finanzamt und Krankenhaus

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    Pfersee um 1620: Die Häuser des Dorfes werden von dem massigen alten und dem noch heute stehenden eleganteren neuen Schloss (rechts) weit überragt. Dazwischen ist die St.-Michaels-Kirche erkennbar. Unser Bild im Text zeigt das Wappen über dem Schlössle-Portal.
    Pfersee um 1620: Die Häuser des Dorfes werden von dem massigen alten und dem noch heute stehenden eleganteren neuen Schloss (rechts) weit überragt. Dazwischen ist die St.-Michaels-Kirche erkennbar. Unser Bild im Text zeigt das Wappen über dem Schlössle-Portal. Foto: Fotos: Städtische Kunstsammlungen/Häußler

    Pfersee Im 12. und 13. Jahrhundert werden die Herren von Pfersee urkundlich erwähnt. Hermann von Pfersee ging als Raubritter in die Geschichte ein. Er trieb sein Unwesen derart schlimm, dass anno 1309 über ihn die Reichsacht verhängt wurde. Das heißt, er war vogelfrei und für jedermann tötbar. Drei Jahre später fasste man ihn. Vor die Wahl gestellt, Buße zu leisten und dauerhafte Friedfertigkeit zu schwören oder den Kopf zu verlieren, entschied sich der Ritter zu Ersterem. So ließ man Gnade walten und er lebte noch bis 1327. Seine Burg in Pfersee hatte er bereits anno 1285 an den Augsburger Bischof veräußert. 1345 kaufte sie ihm Conrad Onsorg ab. Um diese Zeit ist in Verkaufsurkunden nur von einer „Burg“ in Pfersee die Rede, im 16. Jahrhundert von einer „Burg“ und einem „Schloss“. Beide Bauwerke sind auf frühen Stichen abgebildet. Die Burg wird 1668 als „altes Schloss“ bezeichnet und 1682 abgebrochen. Das „Schloss“ gibt es noch immer. Dessen Vorgängerbau brannte 1477 ab. Unmittelbar danach entstand ein Neubau.

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