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Überraschungssieg: Sabine Doering-Manteuffel neue Uni-Präsidentin

Überraschungssieg

Sabine Doering-Manteuffel neue Uni-Präsidentin

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    Volkskunde-Professorin Sabine Doering-Manteuffel
    Volkskunde-Professorin Sabine Doering-Manteuffel Foto: Foto: Kaya

    Nach Monaten der Vorauswahl und Vorstellungsrunden wurde das Duell um das Präsidentenamt der Uni Augsburg am Mittwochnachmittag entschieden. Bei der Wahl traten die Geisteswissenschaftlerin Sabine Doering-Manteuffel (53) gegen den Naturwissenschaftler Alois Loidl (66) an. Durchgesetzt bei der Wahl, an der auch die Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth teilgenommen hatte, hat sich Sabine Doering-Manteuffel. Damit wird sie die erste weibliche Präsidentin einer bayerischen Universität. Im ersten Wahlgang bekam sie sieben von zwölf Stimmen.

    Die Wahl galt als Richtungsentscheidung für den künftigen Weg der Universität Augsburg: Physikprofessor Loidl leitet die Universität nach dem Tod seines Vorgängers Wilfried Bottke seit einem Jahr kommissarisch. Er gilt als Pragmatiker, der die Forschung vor allem in den Naturwissenschaften mit „Leuchtturm-Projekten“ stärken wollte. Volkskunde-Professorin Sabine Doering-Manteuffel gilt als Vertreterin der jungen Generation mit neuen Ideen. Sie will jetzt die Geistes- und Naturwissenschaften besser vernetzen.

    Die Studierendenvertretung der Universität Augsburg freut sich "auf eine Visionärin, welche den Zusammenhalt der einzelnen Fakultäten stärken sowie den Dialog mit allen Vertretern der Universität suchen wird und nach eigener Aussage für eine Politik der offenen Türen steht. Diese Gesprächsbereitschaft sehen wir, die Studierenden, auch als Auftrag, um unsere Interessen noch besser zu vertreten und bereits sich in Arbeit befindende Projekte fortzuführen."

    Süssmuth saß in einem zwölfköpfigen Rat. Unter den stimmberechtigten Mitgliedern sind drei Professoren. Sie stehen für die drei großen Schwerpunkte der Uni – für Jura/Wirtschaftswissenschaften, für den Bereich Mathematik/Naturwissenschaften/Informatik und für die Geisteswissenschaftlichen Fakultäten. Insgesamt vertreten diese Wahlmänner und -frauen rund 170 Professoren an der Uni. Je eine weitere Stimme hatten die 16.000 Studenten, außerdem die wissenschaftlichen Mitarbeiter und das wissenschaftsstützende Personal (insgesamt rund 1600 Beschäftigte). AZ

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