Zwischen Windprechtstraße und Fritz-Hintermayr-Straße liegt eine Grünanlage, die früher von den Anwohnern gerne zum Spazieren gehen genutzt wurde. Doch seit einigen Jahren sperrt ein Stacheldraht die Menschen aus, ohne Begründung wurde der beliebte Park dicht gemacht, beklagen Anwohner. Die ÖDP im Stadtrat hat im Februar beantragt, den Park wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Auch die Grünen haben das Thema aufgegriffen und fordern nach Gesprächen mit den Anwohnern jetzt ein Konzept, um die Anlage wieder schrittweise zu öffnen und dabei die ökologische Wertigkeit zu erhalten.
Der Park gehört zum großen Teil dem Freistaat Bayern, teilt Umweltreferent Reiner Erben auf Anfrage mit. Was die Stadt damit plant, wollte Erben mit Verweis auf den nächsten Umweltausschuss im Mai, wo das Thema behandelt werden soll, nicht sagen. „Mir ist es ein großes Anliegen, den alten Baumbestand im Stadtgebiet so weit wie möglich zu erhalten“, so der Referent. Der Windprechtpark weise einen Altbaumbestand auf, welcher ökologisch höchst wertvoll sei, vor allem auch aufgrund von alt- und totholzbewohnenden Tierarten. Diesen Zustand zu bewahren, sei sein oberstes Ziel. „Eine Zugänglichkeit des Parks muss unter diesen Prämissen geprüft werden. Wir sind derzeit mit dem Grundstückseigentümer, dem Freistaat Bayern, in intensiven Gesprächen über dieses Thema. Über das Ergebnis werde ich im Umweltausschuss berichten“, so Erben.
Die ÖDP sieht Bedarf zum Handeln, wie Stadtrat Christian Pettinger betont. Weil die Pflege der teilweise uralten Bäume im gesperrten Bereich eingestellt wurde, seien bereits deutlich sichtbare Schäden an den Bäumen aufgetreten. Es sei zu befürchten, dass die Bäume über kurz oder lang der Motorsäge zum Opfer fallen werden. „Die Anwohner vermissen die Möglichkeit, direkt im Wohnumfeld den Park wie früher als Erholungsraum nutzen zu können“, so Pettinger.
Auch die Bewohner der anliegenden Senioren-Einrichtungen hätten früher gerne den Park genutzt. Im Umfeld entstünden gerade mehrere große Wohnanlagen, für deren neue Bewohner der Park sicher auch attraktiv wäre. „Das schlimmste was passieren könnte, wäre natürlich eine Wohnbebauung auf dem Gelände des Parks“, sorgt sich Stadtrat Pettinger.