Vor einem Jahr trat sie in das Leben der Augsburger und gehört seitdem zum Stadtbild: die Augsburg-Blume. Sie ist quer durch die Stadt zu finden, mal mehr, mal weniger versteckt. Und seitdem spaltet sie auch die Meinung der Bürger: Ist es eine Schmiererei, eine Sachbeschädigung oder ist sie Straßenkunst? Ein 24-Jähriger ist inzwischen als mutmaßlicher Schöpfer von der Polizei ermittelt worden.
Jetzt ist die Blume aber wieder aufgetaucht: im Laden Vollstoff in der Steingasse, und zwar als T-Shirt. „Vor ein paar Wochen kam Florian, ein Freund des Sprayers, auf uns zu und fragte, ob man nicht T-Shirts verkaufen könnte, wo die Blume aufgedruckt ist“, erzählt Christoph Leubner.
Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt Florian, wie er auf die Idee gekommen ist: „Die Blume fällt einfach auf. Dazu ist die Resonanz darauf durchwegs positiv. Ich wollte dem Motiv eine legale Plattform geben.“ Das T-Shirt sei ein „Zeichen zu sagen: Ich stehe zu der Blume, sie ist für mich kein Vandalismus“.
Für seinen Freund, den Schöpfer der Blume, ist der Fall noch nicht ausgestanden. Die Polizei sprach damals von 71000 Euro Schaden, zusätzlich drohen dem jungen Mann neben einem strafrechtlichen Verfahren auch Klagen von den Eigentümern der bemalten Häuser und Gegenstände.