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Gesellschaft

10.09.2019

Welcher Lärm stört die Augsburger am meisten?

Straßenlärm zerrt an den Nerven. Die Stadt will jetzt von ihren Bürgern wissen, welche Lärmquellen sie besonders belasten.
Bild: Anne Wall

Die Stadt startet eine Bürgerbefragung. Sie will wissen, welche Geräusche die Menschen am meisten belasten

Spielende Kinder, der Rasenmäher in der Nachbarschaft oder betrunkene Jugendliche, die abends durch die Stadt ziehen. In Augsburg gibt es viele Lärmquellen, über die sich die Menschen aufregen, sich beschweren oder von denen sie sogar krank werden. Welche genau das sind, das will die Stadt jetzt von ihren Bürgern wissen. Vom 20. September bis 8. November findet eine Bürgerumfrage zum Thema Lärm statt. Der Fragebogen kann online ausgefüllt oder beim Umweltamt der Stadt Augsburg abgegeben oder eingeschickt werden.

Bereits 2016 führte die Stadt eine anonyme Befragung unter den Bürgern durch. Mit dem Ergebnis: Die größte Belastung für die Menschen in Augsburg ist der Lärm von Autos, Motorrädern und Bussen auf der Straße – und zwar an konkreten Stellen in der Stadt. Besonders laut ist es zum Beispiel am Klinkerberg, an der Hans-Böckler-Straße und der Haunstetter Straße. Die Anwohner hoffen vor allem auf zwei Maßnahmen, die Verbesserungen bringen sollen: Geschwindigkeitsbegrenzungen und Flüsterasphalt.

Die Stadt misst im gesamten Stadtgebiet, welche Lautstärken die Menschen aushalten müssen. Dazu hat sie eine interaktive Lärmkarte erstellt. Dort ist genau nachzulesen, wie laut es an welchen Stellen in der Stadt ist und welche Dezibel dort festgestellt wurden.

Welcher Lärm stört die Augsburger am meisten?

Das ist die Einheit, in der Geräusche gemessen werden. Besonders viel Lärm gibt es im Stadtgebiet zum Beispiel entlang der B17 mit bis zu 80 Dezibel. Auf dem Abschnitt der A8, der durch das Gebiet der Stadt führt, erreichen die Werte sogar einen Spitzenwert von über 80 Dezibel. Besonders leise ist es dafür im Haunstetter Wald mit unter 35 Dezibel, genauso wie am Anhauser Weiher und am Wellenburger Wald.

Die üblichen Geräusche, die man aus der Umwelt kennt, bewegen sich in der Regel zwischen 20 Dezibel und 120 Dezibel. Das fängt bei leisem Blätterrascheln an und geht in etwa bis zu einem Rockkonzert oder Flugzeugtriebwerk. Alles, was darunter liegt, nehmen Menschen als Ruhe und Stille wahr. Alle Geräusche, die darüber liegen, übersteigen die Schmerzschwelle des Gehörs und können langfristige Schäden anrichten. Laut Umweltbundesamt hat Lärm unterschiedliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Das reicht von kurzzeitiger Beeinträchtigung des Hörvermögens bis hin zur Schwerhörigkeit. Auch dauerhafte Ohrgeräusche wie Tinnitus-Beschwerden können auftreten.

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