Es ist absehbar, dass in Augsburg in den kommenden Jahren mehr Wohnungen entstehen werden als in der Vergangenheit. Dafür ist es höchste Zeit – ideal wäre es gewesen, wenn der Wohnraum schon während des massiven Bevölkerungswachstums der vergangenen Jahre entstanden wäre.
Dass mehr Wohnungen entstehen, ist zu begrüßen – fraglich ist, ob es auch die richtigen sind. Für einen nicht geringen Teil der Augsburger sind die aktuellen Preise beim Neubau nicht zu bezahlen. Natürlich muss nicht jeder in einem schicken Neubau leben, aber diese Preise strahlen auch auf Bestandswohnungen aus.
Die öffentliche Hand ist gefragt
Die entscheidende Frage ist, wie bezahlbar Wohnungen künftig sein werden. Solange der Boden als Voraussetzung fürs Bauen so teuer ist, werden auch die Wohnungen teuer sein. Ein zusätzliches Flächenangebot könnte für etwas Entspannung sorgen – aber noch nicht für bezahlbare Wohnungen. Hier ist die öffentliche Hand gefragt, stärker regulierend einzugreifen. Die 30-Prozent-Quote für geförderte Wohnungen ist ein Schritt in diese Richtung, der auch dafür sorgt, dass für alle Investoren gleiche Bedingungen herrschen. Baureferent Gerd Merkle (CSU) will bis Februar noch weitere Überlegungen präsentieren und den Stadtrat darüber abstimmen lassen. SPD und Grüne haben bereits Forderungen gestellt, etwa eine Erhaltungssatzung, um Luxussanierungen zu vermeiden, oder eine Abschöpfung von Spekulationsgewinnen. Die Diskussionen darüber werden spannend.
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