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Augsburg: Augsburger Müllofen verbrennt den Abfall inzwischen fast gratis

Augsburg

Augsburger Müllofen verbrennt den Abfall inzwischen fast gratis

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    Der Müllbunker der Abfallverwertung in Lechhausen: Hier landet der Hausmüll aus Augsburg und der Region. Die Preise für die Kommunen sind zuletzt deutlich gesunken.
    Der Müllbunker der Abfallverwertung in Lechhausen: Hier landet der Hausmüll aus Augsburg und der Region. Die Preise für die Kommunen sind zuletzt deutlich gesunken. Foto: Peter Fastl

    Die Abfallverwertung im Augsburger Stadtteil Lechhausen verbrennt den Müll der Kommunen aus der Region inzwischen fast kostenlos. Die Preise pro Gewichtstonne Hausmüll sind, das geht aus Stadtrats-Unterlagen zur wirtschaftlichen Lage des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebs (AWS) hervor, von rund 75 Euro Anfang 2022 stufenweise auf inzwischen nur noch einen Euro pro Gewichtstonne gesunken. Ob dieser deutliche Preisverfall Spielraum für eine Senkung der Müllgebühren der Bürger eröffnet, lässt der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Augsburg (AWS) offen.

    Die gesunkenen Preise machten sich positiv bemerkbar, allerdings seien die Müllgebühren immer auf vier Jahre kalkuliert, so der AWS. Der aktuelle Kalkulationszeitraum läuft Ende 2024 aus. Zum Beginn 2021 hatte die Stadt die Müllgebühren deutlich erhöht, auch um die Investitionen in neue Wertstoffhöfe zu refinanzieren. Damals erhöhten sich die Jahresgebühren für die Müllentsorgung für einen Erwachsenen von bisher 49,80 Euro auf 76,20 Euro. 

    Insofern müsse man noch abwarten, wie sich die Entsorgungskosten 2023 und 2024 weiterentwickeln, so der AWS. Zudem seien die Betriebskosten, unter anderem wegen der Folgen des Ukrainekriegs und höherer Kraftstoffpreise, deutlich gestiegen. Auch die höheren Löhne für Mitarbeiter durch den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst würden sich noch bemerkbar machen, so der AWS. Hinzu dürfte auch noch kommen, dass der Zentralstandort der Müllabfuhr und Stadtreinigung in der Riedingerstraße (nahe Manroland) erneuert werden muss. 

    AVA in Augsburg: Steigende Erlöse aus dem Energiegeschäft

    Dirk Matthies, Chef der Augsburger Abfallverwertung (AVA), äußerte sich nicht zu konkreten Preisen, bestätigte aber, dass die Entgelte zuletzt deutlich sanken. Im vergangenen Jahr habe die AVA mit 262.000 Tonnen Müll (aus der Region und von Fremdanlieferern) so viel wie noch nie verbrannt. Auch die Menge an Bioabfall, aus dem Biogas gewonnen wird, sei so hoch wie noch nie gewesen. 

    Die hohe Auslastung habe zusammen mit Erlösen aus dem Energiegeschäft die Preissenkung ermöglicht. Das Energiegeschäft spielt in der Kalkulation der AVA seit einigen Jahren eine zunehmende Rolle. Neben dem Biogas erzeugt die AVA mit der Abwärme aus der Verbrennung über eine Turbine Strom und verkauft Abwärme an die Stadtwerke, die diese Energie in ihr Fernwärmenetz einspeisen

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