Die Fahrgastzahlen in der Region haben sich vom Corona-Schock nach wie vor nicht erholt, es stehen – mit Ausnahme des 49-Euro-Tickets – erhebliche Verteuerungen der Fahrkarten im Raum und das Angebot bei den Stadtwerken ist seit Monaten aufgrund von Personalmangel ausgedünnt: Dennoch will man im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund versuchen, die Fahrgastzahlen gemäß dem Bundes- und Bayernziel bis 2030 zu verdoppeln. Das ist die Marke, an der sich die künftige Strategie ausrichten soll. Das größte Potenzial sehen die Planer dabei offenbar nicht im Stadtgebiet, wo die Nahverkehrsnutzung vergleichsweise hoch ist, sondern in der Verlagerung von Autoverkehr aus den unmittelbaren Nachbarstädten. Was noch für politische Diskussionen sorgen dürfte: Bestimmte Flecken im Augsburger Umland mit geringem Potenzial könnten künftig ohne Nahverkehr dastehen.
Augsburg