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Augsburg: Corona als Antrieb: Wie "Reichsbürger" Gerichte und Ämter herausfordern

Augsburg

Corona als Antrieb: Wie "Reichsbürger" Gerichte und Ämter herausfordern

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    Die Szene der Reichsbürger wächst. Auch in Augsburg sind öffentliche Stellen zunehmend mit der Szene konfrontiert.
    Die Szene der Reichsbürger wächst. Auch in Augsburg sind öffentliche Stellen zunehmend mit der Szene konfrontiert. Foto: Christophe Gateau, dpa (Symbolbild)

    An eine Frau kann sich Johanna Mittermair (Name geändert) besonders gut erinnern. Der Vorgang als solcher war gewöhnlich – eine Augsburgerin war aufgefordert worden, Ausweis und Pass zu beantragen, da jeweils ausgelaufen. Die Antwort war es nicht. Mittermair, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, erhielt ein Schreiben, gerichtet an Eva Weber als "Chefin der Stadt Augsburg GmbH". Der Brief enthielt eine Urkunde, angeblich aus den USA, die bezeugen sollte, dass die Augsburgerin aus der "BRD GmbH" ausgetreten sei und deshalb keinen Ausweis benötige. Signatur: ein Fingerabdruck – und eine Unterschrift in einem Farbton, der Blut ähnelte. "Da denkt man schon: Du meine Güte, was ist denn da los?", sagt Mittermair, als sie sich an den Brief im vergangenen Jahr erinnert. Es ist ein Fall, wie sie sich seit Beginn der Pandemie häufen – und öffentliche Stellen zunehmend herausfordern.

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