Ein gutes Dutzend Sitzplätze gab es. Groß war das Café Kätchens im Domviertel nicht. Wer dort einen Kaffee trinken wollte, konnte seinen Mitmenschen nicht aus dem Weg gehen, sondern musste sich auch mal zu anderen Gästen dazusetzen. Über das, was dann passierte, spricht Lisa McQueen (Die Partei), die das Café eröffnet und über neun Jahre lang betrieben hatte, fast schon sehnsüchtig: „Da sind so tolle Gespräche entstanden, zwischen Leuten, die so auf der Straße nie zusammengekommen wären.“ Fremde jeden Alters und jeder Herkunft kamen ins Plaudern. Sprachen darüber, dass es nicht genügend Spielplätze für die Kinder gebe, dass der Wohnraum knapp sei. „Da drin hat‘s angefangen, dass ich politisch geworden bin“, sagt McQueen.
Augsburg
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