Mal sanft, mal wild, mal verträumt, mal mitreißend: Bei seinem Konzert in der Haunstetter Piuskirche hat das Sinfonische Blasorchester des Musikvereins Bobingen das Publikum auf eine klangliche Reise über Flüsse, Meere und Ozeane mitgenommen. Der stimmungsvolle Einstieg in die musikalischen Wasserwelten gelang den Musikern unter der Leitung von Franz Bader mit Sea Songs, einer Suite von Ralph Vaughan Williams, die drei englische Seemannslieder kunstvoll verarbeitet. Im Anschluss folgte Cape Horn von Otto M. Schwarz, ein Solokonzert für Horn und Blasorchester. Die Komposition schildert musikalisch die berüchtigte Passage am südlichsten Zipfel Südamerikas – mit kraftvollen Klangwellen, spannungsgeladenen Steigerungen und einem fordernden Solo, das von Dirk Becker ausdrucksstark vorgetragen wurde. Mit Johan de Meijs The Wind in the Willows wurde es erzählerisch: Die fein gearbeiteten Klangbilder ließen die Figuren des bekannten Kinderbuchs (Der Wind in den Weiden) lebendig werden und entführten das Publikum an ruhige Ufer und in abenteuerliche Szenen entlang des im Buch beschriebenen Flusses. Weitere Werke wie Sailing with the Whales, Riverdance und Auszüge aus der Filmmusik von Fluch der Karibik rundeten das Konzert ab – mal träumerisch und schwebend, mal rhythmisch und kraftvoll. Bereits eine Woche zuvor konnten Besucher das Konzert in der Bobinger Pfarrkirche Zur Heiligen Familie erleben.
Augsburg-Haunstetten
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