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Augsburg: Schweizer Unternehmen übernimmt die Augsburger Traditionsfirma PCI

Augsburg

Schweizer Unternehmen übernimmt die Augsburger Traditionsfirma PCI

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    Der Augsburger Bauchemie-Experte wird von Sika übernommen. Für Beschäftigte ändert das erst einmal nichts.
    Der Augsburger Bauchemie-Experte wird von Sika übernommen. Für Beschäftigte ändert das erst einmal nichts. Foto: Felix Ebert

    Die Verhältnisse und Verflechtungen sind für Außenstehende kompliziert, aber in Wirtschaftskreisen völlig normal: Das Augsburger Traditionsunternehmen PCI ist zwar ein eigenständiges Unternehmen, gehört derzeit aber zur MBCC Group, der Ausgliederung des ehemaligen Bauchemiegeschäfts der BASF. In den kommenden Monaten wird die MBCC – und damit auch PCI – vom Schweizer Unternehmen Sika übernommen. Weil Sika bislang ein direkter Wettbewerber von PCI ist, kam die Frage auf, ob der Name PCI nach der milliardenschweren Übernahme aus dem Augsburger Stadtbild verschwinden werde.

    Eine konkrete Antwort darauf kann Stefan Harder, Vorsitzender der PCI-Geschäftsführung und Nachfolger von Marc C. Köppe, derzeit nicht geben. Bis die Übernahme vollzogen sei, stehen PCI und Sika weiter in einem Wettbewerbsverhältnis. Über eine mögliche geplante Neuausrichtung könne man daher nicht sprechen. Aber: "Wir werden für die Marke PCI einstehen und gehen davon aus, dass sie erhalten bleibt", so Harder bei der Jahres-Pressekonferenz. Sika verweise stets auf Synergien, die es bei solchen Übernahmen zu nutzen gelte. "So eine Synergie funktioniert aber nicht, wenn sie die starken Marken des neuen Partners nicht für sich einsetzen." Immerhin sei PCI ein führender Anbieter bauchemischer Produkte. Unter anderem werden in Augsburg sowie den Werken Wittenberg und Hamm Fliesenkleber, Spachtelmassen und Klebstoffe für Fußbodenbeläge entwickelt und hergestellt. Der Jahresumsatz 2022 belief sich auf 340 Millionen Euro. Harder geht deshalb davon aus, dass der Name PCI nicht aus dem Augsburger Stadtbild verschwinden werde.

    PCI investiert am Standort Augsburg und setzt auf Nachhaltigkeit

    Auch sonst habe die Übernahme des Mutterunternehmens MBCC durch Sika keine direkten Folgen für PCI. "Wir werden als Unternehmen eins zu eins übernommen", so Vertriebsdirektor Holger Sommer. Personal und Führungsriege blieben so erhalten, wie sie sind. Auch geplante Investitionen am Standort Augsburg werden umgesetzt. Unter anderem wird eine Photovoltaikanlage installiert, die rund ein Viertel des Stromverbrauchs decken und im Oktober in Betrieb gehen soll. Im vergangenen Jahr hat PCI am Hauptsitz in Augsburg zudem jeweils einen einstelligen Millionenbetrag in die Erweiterung einer Produktionsanlage sowie eine Siloerweiterung investiert.

    Die Führungsriege der PCI hat über das Geschäftsjahr 2022 berichtet und einen Ausblick auf 2023 geworfen. Auch die Übernahme durch Sika war Thema.
    Die Führungsriege der PCI hat über das Geschäftsjahr 2022 berichtet und einen Ausblick auf 2023 geworfen. Auch die Übernahme durch Sika war Thema. Foto: Felix Ebert

    Trotz schwieriger Marktverhältnisse geht PCI-Chef Stefan Harder davon aus, dass auch 2023 ein erfolgreiches Geschäftsjahr werden werde. Zwar würden sich die sinkenden Bauaktivitäten, hervorgerufen durch stark steigende Zinsen sowie Kostensteigerungen, auch auf die PCI auswirken. Dafür verlagere sich das Handlungsfeld auf Renovierungen. "Wir werden trotz rauer See die Segel richtig setzen und den Kurs halten", so Harder. Neben einem straffen Wachstumskurs stünden zudem die Themen Nachhaltigkeit sowie Nachwuchsförderung im Fokus. 

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