Das erste Wochenende nach den Krawallen in der Maximilianstraße ist in der Augsburger Innenstadt friedlich verlaufen. Die Polizei, die mit einem großen Aufgebot vertreten war, zog am frühen Sonntagmorgen eine positive Bilanz. Nachdem schon die Nacht auf Samstag ruhig verlaufen war, gab es auch in der Nacht auf Sonntag kaum nennenswerte Vorfälle.
Keine größeren Ansammlungen in der Augsburger Maxstraße
Nachdem am vergangenen Wochenende aus der Menge an Feiernden Polizisten durch Flaschenwürfe angegriffen wurden (es gab 15 verletzte Einsatzkräfte) und ein Rettungswagen beschädigt wurde, blieben derartige Szenen an diesem Wochenende vollkommen aus. Die Außengastronomie in der Maximilianstraße war, nicht zuletzt wegen des Italien-Spiels bei der Fußball-EM, restlos besetzt, zu größeren Ansammlungen rund um Herkulesbrunnen und Maximilianstraße kam es aber nicht. Die maximal zulässige Anzahl an 200 Personen rund um den Herkulesbrunnen (zuzüglich der Gäste der dortigen Freiluftgastronomie) wurde nie überschritten. An den Eingängen zur zugangsbeschränkten Zone kontrollierte ein Sicherheitsdienst das Glasflaschenverbot und warf einen Blick in Rucksäcke.
Keine großen Verdrängungseffekte aus der Augsburger Innenstadt
Auch ausgeprägte Verdrängungseffekte gab es offenbar nicht. Parks seien mitunter stärker frequentiert worden, so die Polizei, schwerere Vorfälle blieben aber aus. Nach dem Ende der Bewirtung um Mitternacht leerte sich die Maximilianstraße, bis 1 Uhr zogen teils feiernde Italienfans durch die Innenstadt. Einige lärmende Jugendgruppen waren bis 2 Uhr in der Innenstadt unterwegs und bekamen Platzverweise. Vereinzelt kam es zu Vorfällen, die aber weniger gravierend waren als das, was an einem "normalen" Maxstraßen-Wochenende zu verzeichnen ist.
Ein 45-Jähriger beleidigte gegen 19 Uhr ein Streifenteam der Polizei, nachdem ihm die Einsatzkräfte erklärt hatten, dass er sich kein Taxi in den abgesperrten Bereich bestellen könne. Der Mann wird angezeigt. Gegen 21.30 Uhr kam es am Moritzplatz zu einer Auseinandersetzung zwischen vier Männern (16 bis 24 Jahre). Die Polizei trennte die Kontrahenten. Ein Verfahren wegen Körperverletzung wurde eingeleitet, zu gravierenden Verletzungen kam es nicht. Wie schon in der Nacht auf Samstag sprach die Polizei von einer insgesamt "friedlichen und entspannten Atmosphäre".