Dieser schwere Unfall beschäftigt die Augsburger Polizei bereits seit einigen Wochen. Am 25. März - es war ein Montag - wurde ein 34-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt. Der andere Unfallbeteiligte flüchtete. Bei ihm soll es sich um einen Audi-Fahrer handeln. Das Opfer lag wochenlang im Koma. Am Freitag gab die Polizei, dass es dem Mann zwischenzeitlich besser gehe. Man hofft, dass von ihm wichtige Hinweise auf das Unfallgeschehen kommen. Die Ermittlungen laufen intensiv. Die Polizei spricht von einem versuchten Tötungsdelikt.
Wie es am Freitag hieß, wird der 34-Jährige in einer Rehaklinik behandelt. Zwischenzeitlich befindet er sich auf dem Wege der Besserung, so die Polizei. Er sei aus dem künstlichen Koma erwacht und könne sich wieder artikulieren. Somit soll der Mann in absehbarer Zeit als Zeuge vernommen werden, um weitere Details zum Täter und Hintergrund der Tat ermitteln zu können, heißt es.
Polizei überprüfte bislang knapp 400 Fahrzeuge
Parallel hierzu gehen die Fahrzeug- und Halterüberprüfungen im Stadtgebiet Augsburg und im Augsburger Umland weiter. Zwischenzeitlich überprüften die Ermittler knapp 400 Fahrzeuge und Halter. Durch die Öffentlichkeitsfahndung, unter anderem auch mit einem Phantombild, gingen bislang 35 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Die Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei geht jedem dieser Hinweise derzeit intensiv nach, so die Polizei.
Das ist die Beschreibung des Audi-Fahrers
Ergänzende Beschreibung zum Tatverdächtigen: mitteleuropäischer Typ, schlank, 40 bis 65 Jahre alt, zwischen 1,75 und 1,85 Meter groß, kein Bart, keine Brille; graue, nach hinten gekämmte, längere Haare; sprach deutsch.
Die Kriminalpolizei Augsburg bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Wem ist ein Audi A 4 Avant oder Audi A 6 Avant, dunkelfarben mit Augsburger Kennzeichen aufgefallen, welcher von einer Person gefahren bzw. benutzt wird, die dem Phantombild entspricht?
Der Unfall ereignete sich am 25. März gegen 17.25 Uhr. Eine Auseinandersetzung zwischen zwei Verkehrsteilnehmern in der Leitershofer Straße eskalierte. Es heißt, dass der 34-Jährige an der Kreuzung Leitershofer Straße Ecke Treustraße aus seinem Auto ausgestiegen sei und auf die Motorhaube des Audis trat. Während der Auseinandersetzung fuhr der unbekannte Audi-Fahrer mit erhöhter Geschwindigkeit los. Dabei stürzte der 34-Jährige von der Motorhaube des Audis. Anschließend flüchtete der Audi in Richtung Innenstadt.