Aktive des Augsburger Klimacamps und Kletterer beteiligen sich am Protest gegen ein geplantes Gewerbegebiet zwischen Wehringen und Bobingen an der Wertach. Dort sollen rund vier Hektar Wald im Herbst gerodet werden. Die Klimaaktivisten wollen den Wald nach dem Vorbild des Hambacher Forsts besetzen.
Dort lebten Naturschützer jahrelang in Baumhäusern und verzögerten so die Waldrodung für den Braunkohleabbau. "Wälder roden in Zeiten der Klimakrise? Das geht gar nicht", sagt Kletteraktivistin Charlotte Lauter.
In der Nacht auf Christi Himmelfahrt hängten die Waldschützer, die nach eigenen Angaben von Anwohnern zu Hilfe gerufen worden seien, spontan ein Protestbanner im Gewerbegebiet Auwald auf. Es wurde am Morgen abgenommen und blieb verschwunden. Im Wald wurden auch Bäume für ein Traversensystem ausgesucht: Damit können bei einer Besetzung über Seile Lebensmittel und Menschen über Polizeiabsperrungen hinweg transportiert werden. (mcz)