Der Unterstützerbrief für ein eigenständiges Kulturreferat und einen Verbleib von Jürgen Enninger (Grüne) als Kulturreferent hat übers Wochenende noch weitere Unterschriften bekommen. Stand Sonntagmittag waren es knapp 150 Unterschriften von Kulturschaffenden und Kunstinteressierten, wobei die Liste weder umfassend noch repräsentativ für die Augsburger Kulturszene ist. Bis Sonntagabend sollte gesammelt werden. Die Initiatoren Rainer Kaiser, Sybille Peter, Hans Kiesling, Monika Nagl, Markus Peter, Peter Bommas und Andreas Stucken betonten, dass man keineswegs die Arbeit des neuen Stadtrats oder von Oberbürgermeister Florian Freund (SPD) infrage stellen wolle, sondern dass es um ein Zeichen gehe, dass Enninger Augsburg erhalten bleiben solle. Das neue Regierungsbündnis hat Tatjana Dörfler (SPD) als Referentin für Bildung und Kultur gesetzt. Freund sagte im Vorfeld, dass niemand Enningers Verdienste in Abrede stelle, Dörfler aber ebenfalls überaus qualifiziert sei. Für ein eigenständiges Kulturreferat ohne einen weiteren Themenbereich, das ausschließlich für ein Kulturamt und die Museen zuständig sei, sehe man kein Potenzial. Am Montag werden die neuen Referenten gewählt, Enninger dürfte angesichts der Mehrheitsverhältnisse keine allzu großen Chancen haben. (skro)
Augsburg
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