Am Samstag saßen die Kundinnen und Kunden noch ein letztes Mal im Café Eber am Rathausplatz und genossen Pralinen und Torten. Kein einziges Stück Kuchen und keine einzige Praline seien am letzten Verkaufstag übrig geblieben, erzählt Senior-Chef Klaus Eber. Nur zwei Tage später, am Montagfrüh um sechs Uhr, zeigt sich ein anderes Bild. In den Räumen des Traditionshauses wuselt es vor Menschen in Arbeitskleidung. Mit Werkzeug ausgestattet, laufen sie durch den Laden und suchen nach den Dingen im Café, die sie bei einer Online-Versteigerung ergattert haben und nun abbauen wollen. Die Auflösung des Cafés hat begonnen. Nach 100 Jahren ist der Familienbetrieb Geschichte. „Diese Tage fühlen sich ein wenig an, wie eine Beerdigung. Die Stammkunden verabschieden sich ein letztes Mal“, sagt Klaus Eber.
Augsburg
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