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„Die Augsburger nehmen oft gar nicht mehr wahr, wie toll es hier ist“

Interview

„Die Augsburger nehmen oft gar nicht mehr wahr, wie toll es hier ist“

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    War zu Gast im Interview-Podcast „Augsburg, meine Stadt“: Barbara Bühler-Karpati.
    War zu Gast im Interview-Podcast „Augsburg, meine Stadt“: Barbara Bühler-Karpati. Foto: Felix Gnoyke

    Frau Bühler-Karpati, 2019 bekam Augsburg den Unesco-Titel für sein Wassermanagement-System. Warum wurde unsere Wasserversorgung zu einem Weltkulturerbe?

    BARBARA BÜHLER-KARPATI: Weil wir lückenlos abbilden können, wie sich dieses einzigartige System über Jahrhunderte entwickelt hat. Die Geschichte unseres Welterbes beginnt offiziell 1276. In diesem Jahr wurden die Stadtkanäle erstmals im Stadtrecht erwähnt. Das Handwerk nutzte die Kanäle und die Wasserkraft, um Maschinen anzutreiben. Gleichzeitig haben die Brunnenmeister in Augsburg sehr früh das Brauchwasser vom sauberen Quellwasser getrennt und durch technische Innovation und Meisterleistung die Trinkwasserversorgung der Stadt sichergestellt.

    Wo lässt sich diese technische Innovation heute noch sehen?

    BÜHLER-KARPATI: Zum Beispiel in den Wassertürmen am Roten Tor oder auch am Galgenablass, einer historischen Wasserkreuzung mitten im Stadtwald. Quell- und Lechwasser flossen seit dem 15. Jahrhundert strikt getrennt in die Stadt. Das Brauchwasser trieb die Wasserräder an, das Quellwasser wurde in den Wassertürmen gehoben und versorgte von dort die Menschen mit Trinkwasser. Diese Technik sicherte Augsburg schon früh einen außergewöhnlich hohen Hygienestandard.

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