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„Die Bilder bekomme ich nicht mehr aus dem Kopf“: Vater von Nina H. spricht bei Stern-TV

Augsburg

„Die Bilder bekomme ich nicht mehr aus dem Kopf“: Vater von Nina H. spricht bei Stern-TV

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    Im RTL-Magazin Stern TV sprachen Ralf H. (Mitte) und Anwältin Daniela Rose über den Mordprozess von Nina H.
    Im RTL-Magazin Stern TV sprachen Ralf H. (Mitte) und Anwältin Daniela Rose über den Mordprozess von Nina H. Foto: Miriam Zissler

    Fast ein Jahr ist es her, dass seine Tochter Nina H. erschossen wurde. Am Mittwochabend berichtet Vater Ralf H. im RTL-Magazin Stern TV, wie es ihm geht und wie er den Fall einschätzt. „Wut und Fassungslosigkeit“ fühle er nach der Tat. Ralf H. verfolgt als Nebenkläger den Prozess vor dem Augsburger Landgericht. Er ist froh, dass nun auch der Ex-Partner seiner Tochter, Christian S., verhaftet wurde. „Denn für den Angeklagten gibt es doch gar kein Motiv“, sagte er.

    In einem Videobeitrag rollte Stern TV den Fall und den Prozess nochmals auf. Dafür fuhr Ralf H. nach langer Zeit wieder zu der Doppelhaushälfte in der Martinistraße, wo seine Tochter Nina H. mit ihren drei Kindern zur Miete wohnte. Der Tatort sei für ihn sehr schlimm, hier bekomme er „die Bilder nicht mehr aus dem Kopf“. Ralf H. ist gezeichnet, der Prozess, an dem er keinen Verhandlungstag fehlt, nimmt ihn sichtlich mit. Er wünsche sich Klarheit darüber, was in den letzten Minuten und Stunden vor dem Tod seiner Tochter passiert ist. Und er wünscht sich Gerechtigkeit.

    Ralf H. lebt in Baden-Württemberg. Er verpasst aber keinen Verhandlungstag im Mordprozess vor dem Augsburger Landgericht.
    Ralf H. lebt in Baden-Württemberg. Er verpasst aber keinen Verhandlungstag im Mordprozess vor dem Augsburger Landgericht. Foto: Jan Kandzora

    Ralf H. lebt in Baden-Württemberg. Er und seine Ex-Frau, die die drei Enkel nun alleine großzieht, hatten sich getrennt, als ihre Tochter vier Jahre alt war. In dem Videobeitrag wird aus einer Whatsapp seiner Tochter zitiert. Darin schreibt sie ihrem Vater, dass sie es nun „endlich geschafft“ habe, sich von Christian S. zu trennen. Bei einem Besuch davor sei Ralf H. einiges eigenartig vorgekommen. Seine Tochter habe extrem erschöpft ausgesehen – sie sei sehr dünn gewesen und hatte dunkle Ringe unter den Augen. Christian S. hätte ihm nicht in die Augen schauen können, das sei sehr merkwürdig gewesen. Er ist froh, dass nun auch der Ex-Partner seiner Tochter in Haft sitzt. Denn der Angeklagte, Gino F., habe in seinen Augen gar kein Motiv für die Tat gehabt.

    Anwältin Daniela Rose, die Ralf H. als Nebenkläger in dem Prozess vertritt, hatte zunächst Zweifel, ob es gut wäre, während der Hauptverhandlung in einem TV-Magazin über den Fall zu berichten. Sie hatte befürchtet, dass die laufende Beweisaufnahme durch den Beitrag beeinflusst werden könnte. „Nachdem die Ausstrahlung um eine Woche verschoben wurde, ist die Beweisaufnahme so weit fortgeschritten, dass jetzt der richtige Zeitpunkt war, um den Fokus vom Angeklagten und dem weiteren Beschuldigten Christian S. weg und ihn wieder auf die Getötete und die Angehörigen zu lenken“, sagte sie gegenüber unserer Redaktion. Geschädigte spielten in einem Strafprozess nur eine untergeordnete Rolle, der Täter stehe im Fokus. „Es war gut und wichtig für den Vater, das Andenken an seine Tochter Nina in den Mittelpunkt zu stellen und ihr den angemessenen Raum zu geben.“

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