Die Regale sind geplündert. Nur noch ein paar einsame Wein- und Schnapsflaschen erinnern an das einst breite Angebot. Seit Freitag wird in der Esso-Tankstelle an der Blauen Kappe nichts mehr nachgeräumt. Das schnelle Bier für den Weg zur Party, Zigaretten, Zahnbürsten für den spontanen Übernachtungsbesuch, belegte Brötchen, sogar Kuscheltiere, bekam man hier bis zuletzt auch noch mitten in der Nacht. Schon lange war die Tankstelle nicht mehr nur ein Ort zum Tanken. Kunden kamen wegen des Kiosk-Angebots und blieben für einen Plausch mit Sugendran Veluppillai. Für den Verkäufer, von Stammkunden und Kollegen liebevoll Indra genannt, wurde die Tankstelle über die Jahre zu seiner zweiten Heimat.
Augsburg
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