Generation-Aux-Stadtrat Raphael Brandmiller wird bei der Kommunalwahl im kommenden März auf dem Spitzenplatz der Stadtratsliste stehen. Die Wählervereinigung hat vor einigen Tagen ihre Kandidatenliste aufgestellt - neben Brandmiller finden sich etwa Irene Krapf (Wirtin der Rosenaugaststätte, Vorstand Schwabenhilfe) und Sebastian Karner, Clubbetreiber und Vorsitzender der Club- und Kulturkommission, auf der Liste. Zudem gibt es einen Schwerpunkt mit Oberhausen, etwa mit Alexander Ferstl (Modehaus Jung) und Susanne Brosche (Metzgerei Mayer). Brandmiller fiel in den vergangenen Monaten mit scharfer Oppositionspolitik auf, auch gegen den persönlichen Politikstil von Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU).
Im Links-Rechts-Schema ist „Generation Aux“ nicht ohne weiteres zu verorten
„Was die vielen unterschiedlichen Menschen auf unserer Liste verbindet: Wir engagieren uns neben unseren Jobs und Verpflichtungen seit Jahren ehrenamtlich – in unterschiedlichsten Bereichen, nicht weil wir müssen, sondern weil wir wollen“, so Brandmiller. Ziel aller Beteiligten sei es, in Augsburg etwas besser zu machen. Im Parteienspektrum ist Generation Aux nicht einfach zu verorten – Brandmiller kooperierte in der laufenden Periode lange Zeit mit der Grünen-Stadtratsfraktion, betont aber, dass Generation Aux keine parteipolitischen Vorbedingungen stelle. Klassische Politik tue sich zunehmend schwer, Antworten auf zentrale Fragen zu finden.
Oberhausen soll ein Schwerpunkt sein
Auf Platz zwei der Liste steht Studentin Julia Engelsmann, Gastronom Christoph Steinle steht auf der drei, Maximilian Kummer (Betriebswirt Immobilien) kandidiert auf Platz vier. Auf der Liste finden sich viele Unternehmer. Einen Schwerpunkt setzt Generation Aux in Oberhausen. Der Stadtteil werde von anderen Parteien oft „vergessen“. Oberhausen hat den höchsten Anteil an Bewohnern mit Migrationshintergrund und ist sozialen Spannungen ausgesetzt, gleichzeitig erzielt die AfD stadtweit hier ihre höchsten Zustimmungswerte.
Die politischen Diskussionen in Oberhausen fokussierten sich zuletzt auf die Ansiedlung des Süchtigentreffs. Brandmiller stimmte darüber vor eineinhalb Jahren nicht mit ab, weil er als Geschäftsführer der Lehmbau-Gruppe indirekt eine Verbindung hat. Lehmbau ist Gesellschafterin der Drogenhilfe, die die Einrichtung mit betreiben soll.
Allerdings ist der Oberhausen-Fokus weiter gefasst. Die bisherigen Antworten der Stadtregierung für Oberhausen griffen in der Summe zu kurz, so Generation Aux. Wo politische Lücken entstehen, würden diese sofort von radikalen Kräften besetzt. Das wolle man nicht zulassen.
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