Die Kurzbotschaft Ihres Wahlkampfs war „Ich mache es besser als Eva Weber“. Damit haben Sie selbst Erwartungen erzeugt, die Sie erfüllen müssen. Haben Sie jetzt Bammel?
FLORIAN FREUND: Nein, Bammel ist das falsche Wort. Aber man steht schon mit einem gewissen Respekt vor den Aufgaben, die jetzt auf einen zukommen. Ich habe während des Wahlkampfs immer gesagt, „Augsburg kann es besser“, und ich glaube, dass das gelingen kann, wenn wir in der Führungsstruktur wieder mehr Freiräume eröffnen, mehr ermöglichen und Augsburg wirklich als Stadt der Chancen sehen.
Die Rahmenbedingungen für Sie werden ähnlich schwierig sein wie die für die scheidende Stadtregierung, etwa beim Geld. Wie wollen Sie das hinbekommen?
FREUND: Wir haben ja keine Luftschlösser versprochen, sondern wir haben versprochen, dass wir Augsburg wieder in Ordnung bringen. Wir haben versprochen, dass die Augsburgerinnen und Augsburger wieder das bekommen, was sie auch erwarten können, nämlich eine funktionale Lösung. Und da ist eine Lösung mit 80 Prozent besser als gar keine Lösung. In dieser Stadt wurde in den vergangenen Jahren schon sehr stark auf die 110-prozentigen Lösungen geschaut, und die sind halt sehr schwierig zu erreichen. Da glaube ich, dass ich die Stadt besser führen kann.
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