Seine Schmerzen wurden irgendwann so unerträglich, dass er aus den wenigen Brotscheiben Kügelchen formte und sie sich unter seine Hüften legte. Denn eine Matratze zum Schlafen hatte er nicht. Es gab nichts in der Zelle. Nur ihn, völlig nackt, den harten Boden, der blaue Flecken an seinem Körper hinterließ, und ein Loch, in das er seine Notdurft verrichten musste. Zwei Blatt Klopapier erhielt er dafür. Wie lange der Mann, der sich Toti nennt, in der Zelle im Keller der JVA Gablingen ohne Licht jeweils saß, weiß er nicht. „Ich verlor das Zeitgefühl, wusste nicht mehr, ob Tag oder Nacht war.“ Vor über zwei Wochen hat der 42-Jährige seine Haftstrafe abgesessen. Jetzt erhebt er schwere Vorwürfe gegen die Vizechefin der JVA. Sie steht im Fokus der aktuellen Ermittlungen gegen insgesamt 16 JVA-Mitarbeiter. Es geht um psychische Gewalt, um Schikane, Misshandlungen und Schläge. „Sie machte mir das Leben zur Hölle“, sagt Toti.
Justizskandal
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