Für viele Bürger mag sich das Konzept zunächst ungewöhnlich anhören. Dort, wo einst auf mehreren Stockwerken Karstadt seine Waren anbot, sollen künftig unter anderem Schüler unterrichtet werden. Wer sich das Konzept aber genauer anschaut, wird schnell überzeugt sein und denken: warum denn nicht?

Denn so könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Auf der einen Seite gebe es nach wie vor Handelsflächen in Premiumlage, die Besucher in die Innenstadt ziehen. Nicht nur ein Anbieter, sondern ein Mix aus verschiedenen Geschäften könnte Interesse bei Kunden wecken. Auf der anderen Seite würden Flächen, für die es womöglich ohnehin schwer werden würde, einen Mieter zu finden, ein anderes großes Problem lösen: den Raummangel an Augsburger Schulen. Denn wie sollen künftig innerstädtische Schulen, die schon heute an ihre Kapazitätsgrenzen kommen, erweitert werden? Wie sollen Schulen saniert werden, wenn es für sie keine alternativen Räume gibt? Für zahlreiche Container, so wie sie etwa vor das Schulzentrum FOS/BOS/RWS gestellt wurden, gibt es an keiner Schule in der Innenstadt Platz.
Ex-Karstadt-Gebäude in Augsburg: Einen langjährigen Leerstand will niemand
Dass dieses Konzept nur umgesetzt werden kann, wenn zuvor umfangreiche Umbauten stattfinden, liegt auf der Hand. Geld wird in den klammen Augsburger Kassen wohl zunächst nicht vorhanden sein. Deshalb ist es gut, dass es bereits jetzt Gespräche wegen eines Investorenmodells im Schulbau gibt. Die Zeit drängt, nicht nur, weil bereits jetzt der Raummangel an den Schulen groß ist. Einen langjährigen Leerstand an dieser Stelle kann niemand wollen.
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