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Kinderlebensmittel unter der Lupe

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Kinderlebensmittel unter der Lupe

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    Gesunde und richtige Ernährung ist ein wichtiges Thema, das viele täglich beschäftigt. Vor allem bei Kindern möchte man auf eine ausgewogene Ernährung achten und ihnen dabei nichts verwehren müssen. In unserer DZ-Serie „Mampf“ erklären Experten des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen, wie das bei den kleinen Schleckermäulern bis drei Jahren gelingen kann.

    Landkreis Kinderlebensmittel liegen voll im Trend und werden gekonnt vermarktet. Häufig wird für kindgerechte, gesunde und ernährungsphysiologisch passende Produkte geworben, die Eltern wie Kinder gleichermaßen ansprechen. Diplom-Ökotrophologin Bettina Geinitz vom Forum für Gesundheit/Ries Apotheke in Nördlingen erklärt, dass vor allem die Vermarktung der sogenannten Kinderlebensmittel kritisch zu betrachten sei. „Werbung und Verpackung der Produkte nehmen Einfluss auf Eltern und Kinder und letztlich auf das Konsumverhalten.“ Immer öfter sind auf Kinderlebensmitteln Zeichentrickfiguren aus Filmen und Serien zu finden, die vor allem Kinder ansprechen.

    In dem Vortrag mit Workshop „Kinderlebensmittel unter der Lupe“ hat es sich Bettina Geinitz zur Aufgabe gemacht, Eltern näherzubringen, dass Qualität sowie Wichtig- und Richtigkeit von Lebensmitteln nicht von Werbung oder Preis, sondern primär von den Zutaten und Nährwerten bestimmt wird. „Es geht darum zu erkennen, dass nicht der Spruch oder das Bild auf dem Etikett der Garant für Qualität und Nutzen eines Produktes ist, sondern dass viel mehr dahintersteckt“, so die Diplom-Ökotrophologin. Mithilfe von zahlreichem Anschauungsmaterial und mit Bezug zur Lebensmittelpyramide bekommen Eltern konkrete Tipps und Vorgaben, um sich in dem Lebensmitteldschungel der Supermärkte zurechtzufinden. Bei Getränken sei beispielsweise zu beachten, dass vor allem fertige Saftschorlen oft zu viel Zucker und künstliche Aromen enthalten. Obst und Gemüse sollten laut Geinitz unbedingt gekaut werden, um Sprachentwicklung und Kiefermuskulatur zu fördern. „Auf den Trend zum Obstmus aus der Tube verzichtet man besser.“ Kohlenhydrate wie Brot, Vollkornmüsli, Nudeln, Kartoffeln oder Reis sind wichtig und sollten bei keiner Hauptmahlzeit fehlen. Dabei rät die Expertin zum Beispiel, Vollkornhaferflocken als Grundlage eines gesunden Müslis zu verwenden. Dieses kann auch durch frisches Obst „gesüßt“ werden. Cornflakes, Cerealien oder Müslimischungen, die jegliche Art von Zucker enthalten, sollten lediglich in kleinen Mengen als Extra zugegeben werden. Bei Milchprodukten für Kinder wird oft damit geworben, dass sie viel Milch, Kalzium und Vitamine enthalten und somit gut für die Knochen sind. „Naturjoghurt mit Früchten, Haferflocken und natürlicher Süße zu verfeinern, ist definitiv die bessere Alternative zu Kinderjoghurts“, so Geinitz. Fälschlicherweise werden Kinderlebensmittel oftmals als wichtiger Bestandteil der Ernährung der Kleinen angesehen. „Aufgrund der Inhalts- und Zusatzstoffe sollten sie aber eher als Süßigkeiten betrachtet werden, die nur maßvoll konsumiert werden“, meint die Ernährungsexpertin. Das Ziel ihres Vortrags und Workshops definiert Geinitz ganz klar: „Ich möchte den Blick auf Relevantes geben und im Fall von (Kinder-)Lebensmitteln ist es wichtig, die Zutatenlisten und Nährwerttabellen im Auge zu behalten und sich eben nicht von Werbung ablenken zu lassen.“ Auch die Vermittlung eines Bewusstseins an Kinder habe große Bedeutung, fügt Geinitz hinzu.

    Info Der Vortrag mit Lebensmittelworkshop Bettina Geinitz findet am Dienstag, 27. Juni, von 9 bis 10.30 Uhr, im AELF Nördlingen, Oskar-Mayer-Straße 51 statt. Weitere Informationen zu kostenlosen Kursen zum Thema Ernährung und Bewegung von Kindern bis drei Jahre gibt es unter www.aelf-nd.bayern.de/ernaehrung, bei Inge Amslinger unter 09081/210649.

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