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Kommentar: Essen in zwei Schichten ist eine Gratwanderung für die Gastronomie

Kommentar

Essen in zwei Schichten ist eine Gratwanderung für die Gastronomie

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    In manchen Augsburger Lokalen erhalten die Gäste ein Zeitfenster.
    In manchen Augsburger Lokalen erhalten die Gäste ein Zeitfenster. Foto: Jens Kalaene, dpa (Symbolbild)

    Wer hat schon gerne eine Frist im Nacken? Die Mehrheit wohl nicht. Und wenn diese Frist dann nicht einmal Arbeit oder Ausbildung betrifft, sondern den gemütlichen Teil des Lebens, wohl zweimal nicht. Deshalb ist es verständlich, dass erst einmal niemand begeistert ist, wenn einem beim Restaurantbesuch zeitliche Grenzen gesetzt werden. Die Entscheidung eines Gastronomen, seiner Kundschaft ein Zeitfenster vorzugeben, ist eine Gratwanderung. Ist das Lokal beliebt und angesagt, ist Essen und Ambiente unvergleichlich, dann mag das funktionieren und von den Gästen akzeptiert werden. Aber wer sich auf die Vorgabe des Lokals nicht einlassen will, wird wegbleiben.

    In manchen Augsburger Lokalen erhalten die Gäste ein Zeitfenster.
    In manchen Augsburger Lokalen erhalten die Gäste ein Zeitfenster. Foto: Jens Kalaene, dpa (Symbolbild)

    Gastronomie in Augsburg: Ein Lokal ist keine konsumfreie Zone

    Die Entscheidung wird also vielen Gastronomen nicht leichtfallen. Gebeutelt aufgrund der Corona-Pandemie, Inflation und Preissteigerungen in vielen Bereichen sehen sich aber nicht wenige dazu genötigt und wollen durch eine Doppelbesetzung ihre Auslastung erhöhen. In vielen anderen Städten ist dies schon längst Usus. Wirtschaftliches Denken darf den Gastronomen nicht vorgeworfen werden, wenn sie ihre Fixkosten decken und noch ihr eigenes Auskommen erwirtschaften müssen. Ein Lokal ist nun einmal keine konsumfreie Zone, Gastwirte leben vom Umsatz. 

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