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Kommentar: So kann es beim Verkehr in Augsburg nicht weitergehen

Kommentar

So kann es beim Verkehr in Augsburg nicht weitergehen

Stefan Krog
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    Die Staus in Augsburg nehmen zu.
    Die Staus in Augsburg nehmen zu. Foto: Silvio Wyszengrad

    Im Vergleich zu anderen Städten sind Staus in Augsburg kein Problem. Im Berufsverkehr muss man an Ampeln auch mal mehrere Phasen abwarten, aber im Großen und Ganzen läuft es. Aber der Trend ist klar: Es gibt insgesamt mehr Verkehr, es gibt mehr Autos und darum gibt es bei gleichbleibender Straßeninfrastruktur halt auch mehr Staus.

    Augsburg: Den Verkehr auf verschiedene Transportmittel verteilen

    Es gibt zwei Möglichkeiten: Man kann das Straßennetz ausbauen, aber das ist in einer gewachsenen Stadt erstens nicht ohne Weiteres möglich und zweitens spricht aus Überlegungen von Städteplanung, Umwelt-, Klima- und letztlich Menschenschutz einiges dagegen. Es stimmt schon, dass Tangenten wie die Schleifenstraße einen entlastenden Effekt auf die Innenstadt haben. Ohne sie wäre der sogenannte autofreie Kö nicht denkbar. Gleichzeitig zerschneidet die Schleifenstraße das Textilviertel und sorgt in der Summe für mehr Autoverkehr. Dieses Dilemma ist auch ein Thema bei der geplanten Osttangente, die allerdings kein Projekt der Stadt Augsburg, sondern des Freistaats ist.

    Die andere Möglichkeit, auf die Verkehrszunahme zu reagieren, ist eine Verlagerung vom Auto hin zu anderen Verkehrsmitteln. Der Trend geht auch in Augsburg in diese Richtung, allerdings zu zaghaft, wie zuletzt eine Befragung der TU Dresden ergab. Spannend wird sein, wie man den Anteil welcher Verkehrsmittel am Gesamtgeschehen aus Sicht der Stadt steuern möchte. Alternative Angebote attraktiver machen? Das Autofahren unattraktiver machen? Aufschluss, wie die Augsburger darüber denken, wird wohl das angekündigte Radler-Bürgerbegehren geben. Die Fragestellung und die Forderungen sollen demnächst bekannt werden. Dann müssen Parteien sagen, was sie wollen, aber genauso die Bürger.

    Lesen Sie den zugehörigen Artikel: Diese Stellen sollten Sie meiden: Das sind Augsburgs größte Staufallen

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